Ehrung für Hoisbüttler SV

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Die Floorhockeyspieler des Hoisbütteler SV freuen sich auf die Weltwinterspiele in Südkorea. Foto: hfr

Integrationssportgruppe wird vom Bundespräsidenten empfangen

Von Hans-Eckart Jaeger
Hoisbüttel. Der Bundespräsident hat geladen, und die Vertreter des Hoisbütteler SV haben freudig zugesagt: Vereinsvorsitzender Udo Heck und Wolf-Dieter Hein, Mitglied des Vorstandes der Integrationssportgruppe des Klubs, fahren am 29. Januar mit dem ICE in die Bundeshauptstadt.
Dort wird Joachim Gauck die Sieger und Platzierten im Wettbewerb um die „Sterne des Sports“ in Gold beglückwünschen. Gehört Hoisbüttel zu den ersten Fünf?
Es geht um Prämien in Höhe von insgesamt 30 000 Euro, Moderatorin in den Räumen der DZ Bank am Pariser Platz in Berlin ist Katrin Müller-Hohenstein von der ZDF-Sportredaktion.
Zu der Ehrung kommen die Landessieger aus allen 16 Bundesländern, und Hoisbüttels Sportler gehören dazu. Für sein Engagement in Sachen Integration und Inklusion erhielt der rund 1250 Mitglieder starke Verein jüngst den „Stern des Sports“ 2012 in Silber und wurde Landessieger in Schleswig-Holstein. Der Bundessieger wird nun in Berlin verkündet.

Ernte für Bemühungen

„Wir fahren jetzt die Ernte für unsere jahrelangen Bemühungen ein und freuen uns, dass wir so weit gekommen sind“, sagt Christian Schirrmacher. Der 61 Jahre alte Sonderschullehrer, der vor 25 Jahren die Integrationssportgruppe gründete und seitdem ihr Leiter ist, kann in Berlin nicht dabei sein. Er fliegt vier Tage zuvor mit Trainerin Angelika Seifert und sieben Sportlern aus seiner Gruppe zu den Weltwinterspielen für Menschen mit geistiger Behinderung nach PyeongChang (Südkorea). Die Rückkehr erfolgt am 6. Februar.
In der Ausrichterstadt der Olympischen Winterspiele 2018 gehören sieben seiner Schützlinge zum deutschen Team in der Sportart Floor Hockey (Ringhockey). Schirrmacher ist der Headcoach. Floor Hockey wird mit einem großen Filzring gespielt. Auf dem Spielfeld versuchen fünf Spieler mit ihrem Stock, den Ring im gegnerischen Tor zu versenken. Eine Schutzausrüstung gewährleistet, dass Berührungen mit dem Stock eines Gegners glimpflich verlaufen. Christian Schirrmacher und fünf seiner Jungs hatten kurz vor ihrem Abflug noch die Gelegenheit, Deutschlands nach aktuellen Umfragen beliebteste Politikerin kennenzulernen: Angela Merkel.
Die CDU-Chefin hatte am Montag zu einem Empfang ins Bundeskanzleramt geladen, um den 71 deutschen Athleten und dazu 30 Delegationsmitgliedern vor dem Abflug nach Südkorea per Handschlag alles Gute und viel Erfolg zu wünschen. An den Winterspielen in Fernost nehmen 2300 Athleten und -innen aus 127 Ländern teil.

Großes Erlebnis

Die Weltwinterspiele sind ausschließlich für geistig behinderte Sportler bestimmt. Zu Hause drücken ihnen sicherlich alle nicht behinderte Aktive des Vereins (das sind 30 Prozent der 100 Mitglieder der Integrationssportgruppe) die Daumen. „Es wird sicherlich ein großes Erlebnis für unsere Mannschaft in Südkorea werden“, glaubt Christian Schirrmacher, der als Team-Koordinator fungiert.
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