„Eiskunstlauf ist ein harter Sport“

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Malu Chayenne Heß mit ihren Schlittschuhen. Damit trainiert sie acht Stunden pro Woche

Malu Heß wurde Dritte bei Nord-Kür – nach viel Einsatz

Meddewade. Pirouetten, Spiralschrittfolgen und Drehungen auf dem Eis. Das ist die Welt von Malu Chayenne Heß. Seit mittlerweile acht Jahren schlüpft die 15-Jährige Meddewaderin regelmäßig in ihre Schlittschuhe und räumt einen Preis nach dem anderen ab. Erst vor kurzem holte sie bei den Norddeutschen Kürmeisterschaften den dritten Platz in der Klasse „Neulinge“ und gewann den Show-Wettbewerb.
Wenn Malu Chayenne Heß von ihrem Hobby berichtet, leuchten ihre Augen. „Schon als ich ganz klein war, wollte ich Eiskunstläuferin werden“, sagt sie. Das erste Mal auf dem Eis stand die Meddewaderin mit sieben Jahren in Hamburg.
„Sie ist immer wieder hingefallen. Wir dachten, damit hätte sich das Thema Eislaufen erledigt“, erinnert sich ihre Mutter Regina Heß an die erste Stunde ihrer Tochter. Doch sie hielt durch, rappelte sich immer wieder auf und machte weiter. Bis heute.
Das Hobby von Malu Chayenne Heß hat das Leben ihrer ganzen Familie verändert. „In den letzten drei Jahren waren wir sehr viel unterwegs, auch im Ausland zum Beispiel in Paris“, so die Eiskunstläuferin. Im Durchschnitt trainiert sie acht Stunden in der Woche, meistens in der Farmsener Eissporthalle. Ein bis zwei Mal im Jahr besucht die Schülerin der Berufsfachschule in Bad Oldesloe sogar Trainingscamps, um weiter an ihrer Technik zu feilen.
„Es ist ein sehr harter Sport. Wenn man ein Jahr hinterher hängt, ist es vorbei. Das lässt sich nicht mehr so einfach aufholen.“ Und die Konkurrenz ist stark. Vor allem durch die russischstämmigen Deutschen. In Russland ist Eiskunstlauf Nationalsportart.
Mit einer professionellen Eiskunstlaufkarriere wird es daher wohl eher nichts. Auch ihre Gesundheit stellt sich ihrem Ehrgeiz in den Weg. Malu Chayenne Heß leidet an Asthma. Unbedingt zu den Besten zu gehören, ist aber auch nicht ihr Anspruch.
„In erster Linie möchte ich mit meiner eigenen Leistung zufrieden sein. Gewinnen ist nicht so wichtig. Sport macht man für sich selbst.“
Mit den besten Eiskunstläufern könnte man ohnehin nur mithalten, wenn Geld keine Rolle spielt. Eiskunstlauf ist ein teures Hobby. Ein paar Schuhe kosten schon mal 1000 Euro, die Kufen müssen mehrfach im Monat von einem Fachmann nachgeschliffen werden. Derzeit bereitet sie sich auf den Little-Joachim-Edel-Pokal in Bad Nauheim am 19. Januar vor. Im März geht es dann nach Paris und im April zum Hamburger Michel, einem großen internationalen Eiskunstlauf-Wettbewerb. Dann ist erst mal Sommerpause. (fnf)
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