Reiterpräsident Thormählen vom Derby in Hamburg ausgeladen

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Siegerehrung 2011 in Bad Segeberg: Klaus Thormählen und sein Holsteiner Wallach Capri. Foto: H-E. Jaeger

Kein Startplatz für den 60-jährigen Dressur-Landesmeister

Bad Oldesloe. Es hätte der Tag des Stormarner Reiterpräsidenten Klaus Thormählen (60) werden können. Doch als Hubertus Schmidt aus Borchen in Westfalen am Sonntag von 25 000 Zuschauern für seinen Sieg im Deutschen Dressurderby in Hamburg-Klein Flottbek gefeiert wurde und zur Ehrenrunde aufbrach, saß Thormählen zu Hause in Hamfelde vor dem Fernseher und schaute dem Trubel zu. „Die haben mich nicht gewollt“, sagte der Chef einer Schienenschweißtechnik-Firma in Bad Oldesloe.
Thormählen, etwas länger als ein Jahr Vorsitzender des Kreispferdesportverbandes Stormarn, meinte damit die Derbyveranstalter. „Ich habe genannt, die Meldung ist angenommen worden, und trotzdem habe ich keinen Startplatz bekommen“, sagte der Hobbyreiter, der auf seinem Hof in Hamfelde zwei ausgezeichnete Dressurpferde im Stall stehen hat.
Er hätte es verdient gehabt, seine Derbypremiere zu feiern und zu beweisen, dass er besser abschneiden kann als die ehemalige Derbysiegerin Karin Rehbein (Großensee), die nicht im Vorderfeld landete. Spätestens nach seinem Überraschungserfolg im September vergangenen Jahres, als er mit seinem damals elf Jahre alte Holsteiner Wallach Landesmeister von Hamburg/Schleswig-Holstein wurde, war er ein Mann fürs Derby.
„Seit Jahren schimpfen immer alle, weil wir in Schleswig-Holstein keinen Vorzeigereiter haben, der bei großen Turnieren auch mal vorne mit dabei sein kann“, klagte Klaus Thormählen. „Capri hätte in Flottbek das Zeug dazu gehabt, weit vorne zu landen. Ich habe ihn auch intensiv auf das Derby vorbereitet.“
Das Wochenblatt sprach in Flottbek mit Derby-Chef Volker Wulff. „Laut meinen Informationen hat Herr Thormählen nicht rechtzeitig genannt“, sagte er. „Anfang der Woche, als mehrere Absagen kamen, haben wir ihn dann nicht mehr angerufen, denn sein Pferd war sicherlich nicht ausreichend vorbereitet.“
Mit dieser Aussage konfrontiert, erwiderte Thormählen: „Selbstverständlich habe ich rechtzeitig genannt. Meine Nennung wurde sogar angenommen.“ In der Woche nach Pfingsten wollen die beiden Pferdefreunde am Telefon die Unstimmigkeiten ausräumen. „Ich werde mich bei Herrn Wulff melden, und wenn dabei mein Startplatz im Dressurderby 2013 ermöglicht wird hätte es sich schon für mich gelohnt.“
Ein kleiner Trost: Der zwölfjährige Holsteiner Capri und sein Stallkollege Wolkenstein erhalten in diesem Sommer noch mehrere Gelegenheiten, ihr Können unter Beweis zu stellen. Bei den Turnieren auf dem Kempke Hof in Oldenhagen bei Greifswald (15. - 17. Juni) und Anfang Juli in Werder an der Havel bei Berlin geht es bis zur Grand-Prix-Klasse. Und danach wird Klaus Thormählen Mitte August bei den Landesmeisterschaften in Bad Segeberg erneut versuchen, den Dressurtitel zu erringen.
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