Sie können es noch schaffen

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Interview mit Anja Völker, 1. Vorsitzende des FFC Oldesloe, zum Klassenerhalt

Bad Oldesloe. Schaffen die Fußball-Frauen des FFC Oldesloe in der 2. Bundesliga doch noch den Klassenerhalt oder steigen sie in die Regionalliga ab? Klubvorsitzende Anja Völker spricht vor dem wichtigen Heimspiel am Sonntag, 29. April, 14 Uhr, im Kurparkstadion gegen den Berliner Vorortklub 1. FC Lübars über die sportliche Zukunft des Vereins.
WochenBlatt: Ihre Mannschaft hat am Sonntag bei Werder Bremen völlig überraschend durch ein Tor von Vanessa Hamed in der 16. Spielminute mit 1:0 gewonnen. Dennoch bleibt die Abstiegsgefahr unverändert groß.
Zwei Teams steigen ab, Oldesloe steht derzeit als Drittletzter in der Tabelle, einen Punkt vor Jena, auf dem Relegationsplatz.
Anja Völker (44): Ich war auf einem Kongress in Barsinghausen, bin von dort direkt zum Spiel nach Bremen gefahren. Unsere Mannschaft hat toll gekämpft und verdient gewonnen. Schade, dass Duisburg 1:0 gegen Cloppenburg gesiegt hat und wie wir 19 Punkte auf dem Konto hat.
Daher ist es wichtig, dass wir am Sonntag gegen den 1. FC Lübars gewinnen. Die Chancen für den Klassenerhalt schätze ich immer noch mit 50:50 ein.
WochenBlatt: Die Unterstützung durch die Fans hilft sicher dabei weiter. Das war bei den ‚Heimspielen‘ dieser Saison in Lübeck nicht der Fall.
Anja Völker: Die angestrebte Fusion mit dem VfB Lübeck hat ja nicht geklappt. Was nutzt auch eine große, schöne Tribüne, wenn nur 30 oder 40 Zuschauer ins Stadion Buniamshof kommen? Das motiviert keine Mannschaft.
Deshalb hatten wir einen Antrag beim Deutschen Fußball-Bund gestellt, dass wir nicht erst in der nächsten Saison, sondern sofort wieder in Bad Oldesloe spielen dürfen. Dieser Antrag wurde genehmigt. Zur Premiere gegen Duisburg kamen 110 Zuschauer. Da kam gleich wieder Stimmung auf und wir siegten 4:1.
WochenBlatt: Die Personaldecke wird immer dünner. Jetzt fällt auch Michelle von Appen in den letzten drei Punktspielen aus.
Anja Völker: Das ist ein schwerer Schlag. Gerade hatte sie nach ihrer langen Verletzungspause wieder angefangen, und nun dieses Missgeschick. Zum Glück ist ihr erneuter Kreuzbandriss von Dr. Justus Gille in der Uniklinik Lübeck erfolgreich operiert worden.
Wir hoffen, dass Michelle in der nächsten Saison wieder topfit sein wird.
WochenBlatt: In der 2. Bundesliga oder in der Regionalliga?
Anja Völker: Wir bleiben optimistisch. Aber der Abstieg wäre kein Beinbruch. Dann müssten wir, bevor wir die neue Saison planen, abwarten, welche Spielerinnen gehen und welche kommen.
WochenBlatt: Wie sieht es mit den Finanzen aus?
Anja Völker: Es ist schwierig, Sponsoren zu finden. Ich bin ständig unterwegs, um Firmen zu bewegen, unseren Sport zu unterstützen. Deshalb habe ich eine Idee:
Wenn wir private Geldgeber finden, die wenigstens 20 oder 30 Euro spenden, dann bringt uns das schon einen kleinen Schritt weiter. Wir werden dazu demnächst auf unserer Homepage aufrufen.
Interview: Hans-Eckart Jaeger
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