Vom Schüler bis zum rüstigen Oldie

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Start frei: Teamleiter Michael Kummer hat die Organisation für das Sportabzeichen-Training fest im Griff. Foto: H.-E. Jaeger

Sportabzeichen kann jeder ablegen – gute Fitness vorausgesetzt

Von Hans-Eckart Jaeger
Ahrensburg. Siegfried Zota (80) holt aus einer Kiste die vier Kilogramm schwere Kugel, betritt den Wurfkreis und stellt sich in Position. Mit größtmöglicher Wucht schleudert der rüstige Oldie die Kugel hinaus auf den Rasen. Fünf, sechs Meter weit mögen es gewesen sein, er ist zufrieden. Wenige Meter entfernt auf dem Sportplatz der Grundschule am Reesenbüttel in Ahrensburg steht Feline Rogge an der Weitsprunggrube und konzentriert sich auf den nächsten Versuch. Mutter Tamara (45) steht daneben und schaut ihrer neun Jahre alten Tochter zu. Siegfried Zota ist beim traditionellen Freitag-Training der Breitensportler des Ahrensburger TSV der älteste Athlet, der für das Deutsche Sportabzeichen trainiert. „Ich bin nicht mehr so aktiv wie früher, aber ich freue mich, wenn ich an der frischen Luft sein kann“, sagt der langjährige Leichtathletik-Abteilungsleiter des ATSV. Die Prüfung für das Goldene Sportabzeichen hat er - so ganz genau weiß er das allerdings nicht - schon etwa 35 Mal abgelegt. Rekordhalter im Verein ist Eckard Birkenhagen, der letztes Jahr die „50“ schaffte. Das möchte Feline Rogge, die Jüngste beim ATSV, eines Tages auch erreichen. Obwohl erst neun Jahre alt, hat sie die Prüfung zum Sportabzeichen bereits dreimal bestanden. „Es macht mir sehr großen Spaß, am liebsten springe ich ganz weit“, erzählt sie. Ihre Mutter Tamara gehört ebenso wie Siegfried Zota zum Zwölfer-Team der ATSV-Sportler, die dazu berechtigt sind, die Prüfung des Sportabzeichens abzunehmen.
Alle Fäden in der Hand hat Teamleiter Michael Kummer, der in diesem Jahr das 25. Sportabzeichen erhalten hat. Er schaut zu, wie Helga Maack mit 20, 30 Sportlern gymnastische Übungen macht, später kümmert er sich um jugendliche und erwachsene Sprinter, die versuchen, ihre persönlichen Bestleistungen über 50 und 100 Meter zu verbessern. „Menschen, die etwas für ihre körperliche Fitness tun wollen, sind bei uns gerne gesehen“, sagt Michael Kummer.
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