Westernreiten: Bargteheider Pferd ein Siegertyp

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Nikka Schmidt und ihre Stute „Suddenly It´s All Good” im heimischen Stall. Streicheleinheiten gehören zur Vorbereitung wie das Einflechten der Mähne, striegeln und polieren der Hufe.Foto: cs

Beim internationalen Youth World Cup errang Nikka Schmidts Stute gleich mehrere Titel

Bargteheide. Nikka Schmidt ist begeistert. Zwar saß sie nicht selbst im Sattel, die Stute der Bargteheiderin „Suddenly It´s All Good“ jedoch hat beim Internationalen Youth World Cup im Westernreiten gleich mehrere Siege errungen; Bronze und eine Silbermedaille in der Einzelwertung sowie der Gesamtsieg in der Mannschaft für Italien.
Der AQHA-Youth World Cup ist ein Mannschaftswettkampf für Jugendliche aus aller Welt, bei dem jedem Team per Losverfahren je sechs Pferde zur Verfügung gestellt werden. Die Pferde sind Leihgaben von deutschen Westerreitern, die den Kindern ihre Tiere anvertrauen, um sich in diesem Turnier zu messen. Auch Nikka Schmidt stellte ihre Stute zur Verfügung.
Jährlich wird der Youth World Cup in einem anderen Land ausgetragen. Zum letzen Mal vor 13 Jahren in Deutschland. Um die kostbaren Tiere nicht rund um den Globus verschiffen zu müssen, stellt das ausrichtende Land die Pferde zur Verfügung. Neben dem sportlichen Aspekt geht es vor allem um den Gemeinschaftsgedanken und internationale Kontakte.
„Suddenly It´s All Good“, die talentierte Stute von Nikka Schmidt, wurde der Gewinnermannschaft Italien zugelost. In verschiedenen Westernreit-Disziplinen mussten die Reiter in Nikkas Fall – zwei 15 und 16 Jahre alte Mädchen - mit denen ihnen zugeteilten, unbekannten Pferden ihr Können und das der Tiere unter Beweis stellen. Es war das erste Mal, dass die sechsjährige Stute an so einem internationalen Turnier teilgenommen hat.
„Ich hätte nie damit gerechnet, dass ‚Suddenly It´s All Good‘ so hervorragend abschneiden würde. Für uns war es eine Chance, an diesem einmaligen Turnier teilzunehmen“, freut sich Besitzerin Nikka Schmidt. 15 Nationen waren dabei, Deutschland hat in der Gesamtwertung den zweiten Platz belegt. „Für Pferd und Reiter ist diese Veranstaltung eine Herausforderung. Es sind nur drei Tage Zeit, sich aneinander zu gewöhnen“, erklärt die 23-jährige. Für „Suddenly It´s All Good“ und ihre beiden Reiterinnen schien das kein Problem.
Auch wenn Nikka Schmidt an diesem Turnier nicht selbst im Sattel gesessen hat, so ist sie doch mit stolzgeschwellter Brust und mehrfachen Kaufangeboten für ihre Stute zurück nach Bargteheide gefahren.
Die Saison 2012 war auch für Nikka und „Suddenly It´s All Good“ eine besonders erfolgreiche Saison. Zusammen sind sie fünffache Landesmeister geworden. „Ich habe mit Philipp Dammann einen hervorragenden Trainer und Suddenly hat einfach eine tolle Arbeitseinstellung“, schwärmt die Westernreiterin.
Bevor die Stute – wie jeder Hochleistungssportler auch – abtrainiert wird und sich eine Pause auf der Koppel gönnen darf, steht für beide noch ein allerletztes, großes Turnier in dieser Saison an. Das Internationale Quarterhorse-Turnier Q12 in Aachen. „Die Konkurrenz ist stark und die Prüfungen werden nicht leichter. Ich nehme es mit dem olympischen Gedanken „Dabei sein ist alles“ und wer weiß, vielleicht läuft es ja dann doch ganz gut…“, spekuliert die ehrgeizige Bargteheiderin. (cs)
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