Ziel Klassenerhalt

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Die Badmintonspieler des TSV Trittau (v.l.): Nikolaj Persson, Robin Tabeling, Sarah Walker, Ary Trisnanto, Paulien van Dooremalen, Jelle Maas, Jonathan Persson Foto: wb

Trittauer Badminton-Asse zuversichtlich für Rückrunde

Von Hans-Eckart Jaeger
Trittau. „Wir haben Lehrgeld bezahlt, aber wir waren kein Kanonenfutter“. So lautete die sportliche Bilanz des 2. Vorsitzenden Stefan Jacobs (TSV Trittau) nach Abschluss der ersten Halbserie in der Badminton-Bundesliga. Der Klassenneuling steht mit vier Pluspunkten auf dem neunten Tabellenrang, einem von zwei Abstiegsplätzen. An diesem Wochenende beginnt die Rückrunde.

Jacobs glaubt an TSV

Wird das „Abenteuer Bundesliga“, wie Fachleute befürchteten, zu einem Reinfall? Stefan Jacobs glaubt das nicht: „Die Mannschaft hat das Zeug, sich in der höchsten deutschen Spielklasse erfolgreich zu behaupten. Auch wenn wir nur ein Dorfverein sind. Aber es ist richtig, dass wir nach jahrelangem Durchmarsch durch die Ligen nun an den Rand unserer Möglichkeiten gelangt sind. Es war von Anfang an klar, dass die 1. Bundesliga eine sehr große Herausforderung für unser junges Team wird.“ „Noch ist nichts verloren“, sagen die Trittauer Badminton-Fans, die dem ersten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen TV Refrath (Hinspiel 1:5) entgegen fiebern. Tags zuvor müssen die Trittauer beim BC Beuel-Bonn antreten. Das Hinspiel hatte der TSV mit 2:4 verloren.
Bei dem gebürtigen Dänen Kim Persson, der seit vielen Jahren in Trittau zu Hause ist, laufen die Fäden zusammen. Zahnarzt Persson ist Vorsitzender des Vereins, seine Frau Sabina, eine Kieferorthopädin, arbeitet als Sportwartin zu, die Söhne Jonathan und Nikolaj sind erfolgreiche Badmintonspieler und gehören zum Bundesliga-Aufgebot. Sie schmettern den fünf Gramm schweren Federball manchmal mit Tempo 300 über das Netz.

8:8 beim Meister ein Erfolg

„Nur mit Eigengewächsen kann man in der stärksten Badminton-Liga der Welt aber nicht bestehen“, sagt Stefan Jacobs. Trotz des kleinsten Etats aller Mannschaften hat der TSV es geschafft, erstklassige ausländische Spieler zu verpflichten.
Neben Ary Trisnanto, Alyssa Lim und Paulien van Dooremalen, kamen die Engländerin Sarah Walker sowie die beiden Niederländer Jelle Maas und Robin Tabeling neu hinzu. Sarah Walker wird zu den Punktspielen extra eingeflogen. „Wenn sie dabei ist, haben wir immer gute Aussichten. Sie ist die Beste“, versichert Stefan Jacobs.
Walker, Maas, Lim, van Dooremalen und der Indonesier Trisnanto sind Profis, die ihr Geld hauptsächlich bei Weltcupturnieren verdienen. „Wir gehen voller Zuversicht in die Rückrunde“, sagt Vizevorsitzender Stefan Jacobs. „Dass wir mit den besten Teams mithalten können, hat die Mannschaft schon beim 8:8 gegen den deutschen Meister EBT Berlin bewiesen.“

Sonntag, 26. Januar, 14 Uhr, Sporthalle Gymnasium Trittau, Heinrich-Hertz-Straße 7
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