Hamburg: Erfrischende Liebesgeschichte

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Auch ein kleiner Regenschirm kann überzeugen: Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen als Helena und Bob Foto:wb

„Eine Sommernacht“ in der Komödie Winterhuder Fährhaus

Hamburg. Helena und Bob erzählen und spielen, wie sie sich kennen gelernt haben. In einer Bar, die in der Komödie Winterhuder Fährhaus nur durch kleine Tische angedeutet wird. So beginnt „Eine Sommernacht“, ein Stück mit Musik von David Greig, einem zeitgenössischen Autor aus Edinburgh, und Gordon McIntyre, dem Leadsänger, Texter und Gitarrist der schottischen Indie-Popband Ballboy.
Es entspinnt sich zwischen Helena und Bob, zwei unternehmungslustigen Mittdreißiger-Singles eine Liebesgeschichte wider Willen im schönen Edinburgh, das immer wieder im Hintergrund zu sehen ist. Keine ungewöhnliche Geschichte für die Komödie, doch wie sie sich entwickelt und wie Regisseur Folke Braband sie inszeniert hat - das hat hier Seltenheitswert. Keine fortlaufend erzählte Handlung, kein naturalistisches Bühnenbild. Stattdessen Zeitsprünge, verschiedene Erzählebenen, eine fast leere Bühne. Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen setzen die erfrischende Mittsommernachtssexkomödie zwischen Videowand und Kleiderständer mit bestem Komik-Timing in Szene: In einer ereignisreichen Nacht kommen sich Helena und Bob langsam näher. Dabei reflektieren die beiden Protagonisten immer wieder ihre Begegnungen, erinnern sich, ziehen daraus Schlüsse für ihr Leben, schlüpfen in andere Rollen, spielen Spiele. „Eine Sommernacht“ - das ist eine ganz normale Liebesgeschichte, auf unterhaltsame und intelligente Weise von zwei exzellenten Schauspielern serviert. Bis 11. Mai in der Komödie Winterhuder Fährhaus, Hudtwalckerstraße 13, Karten: Tel.: 480 680 80. (ch)
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