Traumjob bei der Flughafen-Wache

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Hier steht Nicole Arnold an ihrem Einsatzfahrzeug – im Hintergrund die Landebahnen. Rund 16 Kilometer lang ist eine Tour rund um Start- und Landebahnen des Flughafens Foto: to
 
Nicole Arnold am „Empfangstresen“ der Polizei zwischen Terminal 1 und 2 Foto: to
Hamburg: Flughafenstr. 1-3 |

Das Polizeikommissariat 34 sorgt mit Bundespolizei und Zoll für die Sicherheit am Hamburg Airport

Von Thomas Oldach
Hamburg-Fuhlsbüttel
Es gibt in ganz Hamburg wohl nur wenige Bereiche, an dem man sich sicherer fühlen kann, als am Flughafen Helmut Schmidt. Sowohl Zoll, Bundespolizei als auch die Außenstelle des Polizeikommissariats 34 in Langenhorn sind dort im Einsatz. Trotz unterschiedlicher Aufgabenbereiche ziehen alle aber an einem Strang: Und der heißt in erster Linie Sicherheit. Das bekommt an diesem Vormittag auch ein Taschendieb zu spüren, der eine Tasche von einem Gepäcktrolley gestohlen hatte. Dumm für ihn: Er war dabei beobachtet worden, Zivilfahnder schnappten ihn und stellten fest, dass es sich um einen „alten Bekannten“ aus dem Umfeld organisierter „Balkan-Banden“handelte, der wegen ähnlicher Taten bereits aktenkundig war. Nicole Arnold und ihr Team der Terminalwache Flughafen, gelegen zwischen Terminal 1 und 2, haben die Situation professionell im Griff. Die 37-jährige Oberkommissarin ist „Vertreterin des diensthabenden Wachhabenden“ einer Schicht der Wache und seit 2008 vor Ort im Einsatz. Da bringt sie so schnell nichts mehr aus der Ruhe – selbst ein zurückgelassenes Gepäckstück am Taxistand nicht, für dessen Untersuchung die Sprengstoff-Experten anrücken müssen.

Hand in Hand


Zoll, Bundespolizei und Hamburger Polizei samt Kripo arbeiten am Flughafen Hand in Hand, der damit eine Sonderstellung hat. Die Zoll-Kollegen sind für alle Themen der legalen oder illegalen Ein- und Ausfuhr zuständig, die Bundespolizei kümmert sich um Grenzsicherheit (Passkontrollen, Flüchtlinge, Luftsicherheit), die Hamburger Polizei macht mit ihrer Terminalwache „den Rest“. Und der reicht von der Kontrolle des Außenbereichs der Start- und Landebahn, der Aufnahme von Unfällen auf den Flughafen-Zubringerstraßen bis zur Lufthansa-Werft und den Gewerbebetrieben, dazu kommen Kfz-Aufbrüche in den umliegenden Parkhäusern sowie die Aufnahme von Anzeigen durch Trick- und Taschendiebstähle. Nicht zu vergessen: „Natürlich sind wir auch die menschlichen Navigationsgeräte für Fluggäste, die sich am Airport nicht zurechtfinden“, sagt Nicole Arnold. Damit alles perfekt ablaufen kann, ist die Terminalwache von 4.30 bis 24 Uhr besetzt. Sechs Kolleginnen und Kollegen sind im Einsatz – zwei am „Tresen“, zwei im Terminal, zwei mit einem Streifenwagen. Nicole Arnold liebt ihren Job. Die verheiratete Mutter eines dreijährigen Sohnes hat sich 1999 für den Job bei der Polizei entschieden – und es bis heute nicht bereut: „Der Einsatz am Flughafen macht einfach Spaß. Ständig neue Herausforderungen – und dann ist da ja noch bei Dunkelheit im Rahmen von Kontrollfahrten der Blick auf die beleuchteten Start- und Landebahnen. Das entschädigt für viele andere nicht so schöne Dinge.“

Info Hamburg Airport


Der Hamburg Airport ist der älteste und fünftgrößte Deutschlands. Als der Flughafen 1911 angelegt wurde, hatte er eine Fläche von 44 Hektar. Bis heute hat sich diese mit 570 Hektar mehr als verzehnfacht (der Münchner Flughafen ist mit 1500 Hektar ungefähr dreimal so groß). 32 Hektar (322.000 Quadratmeter) nimmt dabei das Haupt-Vorfeld ein. Insgesamt können am Flughafen jetzt gleichzeitig 53 Flugzeuge abgefertigt werden. 16,2 Millionen Passagiere wurden hier 2016 abgefertigt.
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