Bekommt Barmbek seine Theatermeile?

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Wird es zukünftig Theater am Wiesendamm 26-30 geben? Foto: wb

Bezirk wünscht sich Kultur pur

Barmbek Seit langem sind neue Räumlichkeiten für die in der Gaußstraße in Altona beheimatete Theaterakademie für angehende Regisseure und Schauspieler sowie für das vielfach ausgezeichnete Junge Schauspielhaus im Gespräch. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass beide ihre neue Heimstatt am Wiesendamm in Barmbek finden könnten. Offenbar ist außerdem geplant, dass das private Lichthof-Theater und das einen festen Sitz suchende Opernloft ebenfalls dort einziehen werden. Michael Werner-Boelz, grüner Sprecher für Kultur im Bezirk, ist sich sicher: „Theaterakademie und Junges Schauspielhaus würden nicht nur das kulturelle Leben in Barmbek nachhaltig beleben, sie wären auch ein wichtiger Schritt, Barmbek als Wohn- und Lebensmittelpunkt noch attraktiver zu machen. Lichthof-Theater und Opernloft ergänzen dieses neue künstlerische Angebot wunderbar!“ Die unmittelbare Nachbarschaft zu Einrichtungen wie Kampnagel, Zinnschmelze und Museum der Arbeit würde zur gegenseitigen kulturellen Befruchtung führen, von der alle Kultureinrichtungen profitierten. „Sollte sich dann noch die vom Bezirk immer unterstützte und in den benachbarten Räumen der ehemaligen Theaterfabrik geplante WIESE EG, Zentrum der Freien Theater- und Musikszene, realisieren lassen, entstünde eine Theatermeile, die in Hamburg ihresgleichen sucht“, frohlockt Werner-Boelz weiter und versichert zudem: „Der Bezirk wird die Umsetzung dieses Projektes kraftvoll unterstützen!“
Ein entsprechend einstimmiger Beschluss wurde kürzlich in der Bezirksversammlung verabschiedet. Aus Sicht der Bezirksversammlung Hamburg-Nord eigne sich die derzeit brachliegende Fläche des ehemaligen Max-Bahr-Gebäudes (das Grundstück gehört der Stadt, die Gebäude verwaltet die Sprinkenhof AG) nicht nur kultur- und stadtentwicklungspolitisch optimal für beide Einrichtungen, auch die verkehrliche Erschließung sei hervorragend. Ein Einzug sei aber frühestens in einem Jahr möglich, erklärt Werner-Boelz, denn einige Umbauten wären schon nötig, um die vier Kulturinstitutionen beherbergen zu können. Und wer das alles bezahlen wird – denn das werde durchaus eine „teure Angelegenheit“ – ist auch noch nicht geklärt. Vielleicht auch ein Grund, weshalb sich Junges Schauspielhaus und Theaterakademie noch nicht öffentlich zu den Plänen äußern wollen. (ba)
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