Im April ist Schluss

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Das Theater „Die Burg“ spielt seit drei Jahren in der Bugenhagenkirche in Barmbek Foto: mdt

Privat-Theater „Die Burg“ muss die Bugenhagenkirche verlassen

Von Marco Dittmer
Barmbek
„Die Burg“ muss raus. Das Theater in der Bugenhagenkirche in Barmbek hat nun die offizielle Aufforderung bekommen, die Räume zu verlassen. Nach Informationen des Wochenblatts muss die Theaterintendantin Jennifer Rettenberger, 57, bis Ende April 2016 den markanten Rotklinkerbau am Biedermannplatz räumen. Für die Theaterchefin eine schwierige Aufgabe, denn die aktuelle Spielzeit endet nur wenige Wochen vorher im März. Bis dahin muss eine neue Bühne für „Die Burg“ gefunden werden. Ebenfalls eine Mammut-Aufgabe, weiß Jennifer Rettenberger. „So große Räume zu diesen Konditionen wird es in Zukunft kaum geben. Außerdem hat die Bugenhagenkirche einen ganz besonderen Spirit, der viel zum Erfolg des Theaters beigetragen hat.“ Das Gebäude steht auf städtischem Grund. Für dessen Nutzung erteilt die Stadt eine Erlaubnis. Der jetzige Betreiber, der Kirchenkreis Ost, muss aber sparen und prüft deswegen seine Immobilien. Schon im Juni war klar, dass sich der Kirchenkreis den Betrieb nicht mehr leisten will.
Die Theater-Frau hatte noch gehofft, dass Gebäude selber nutzen zu können. Doch ein entsprechendes Angebot der Stadt blieb aus. Die hatte schon frühzeitig einen neuen Interessenten, die Eastside Projekt gGmbH, ein christlicher gemeinnütziger Verein. Der scheint aber kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Theater zu haben. Zwar gibt es laut Finanzbehörde Gespräche mit einzelnen Nutzern. Das Theater ist aber nicht darunter. „Mit uns hat noch niemand gesprochen,“ sagt Jennifer Rettenberg. Zusammen mit der Kulturbehörde und der Kreativwirtschaft sucht die Intendantin neue Räume. „Ich hoffe, wir können Barmbek treu bleiben.“
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 02.12.2015 | 15:26  
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