„Sich gegenseitig Halt geben“

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Die „Jongleur-Gruppe“ steht jetzt im Atrium der Asklepiosklinik Foto: ut

Was hinter der restaurierten „Jongleur-Gruppe“ von Ursula Querner steckt

Barmbek Lange Zeit hat die Bronzeskulptur „Jongleur-Gruppe“ der Hamburger Künstlerin Ursula Querner (1921-1969) vergessen und lädiert im Garten des ehemaligen Kinderheims „Hohe Liedt“ in Langenhorn vor sich hingedämmert. Dank der finanziellen Unterstützung des Vereins „Freunde der Denkmalpflege e.V.“ wurde die Plastik jedoch einer aufwändigen Restaurierung unterzogen und hat nun in wiedergewonnener Pracht im Atrium der Asklepios Klinik in Barmbek eine neue Heimat gefunden. Als die Kulturwissenschaftlerin Charlotte Brinkmann sich auf die Suche nach Plastiken der Künstlerin machte, um diese zu katalogisieren, fand sie die inzwischen umwucherte Figur im Garten des ehemaligen Kinderheims. Ihr gelang es, den Denkmalverein und das Denkmalschutzamt für Finanzierung einer Restaurierung zu gewinnen.
Die beiden Restauratorinnen Corinna Krömer und Anne-Christin Batzilla-Kempf aus Kiel übernahmen die Wiederherstellung der Plastik. „Durch alle diese Anstrengungen konnte der Stadt Hamburg und der Öffentlichkeit ein sehenswertes Kunstobjekt zurückgegeben werden“, freut sich Helmuth Barth, ehrenamtlicher Vorsitzender des Denkmalvereins.

Die Künstlerin


Die in Dresden geborene Künstlerin Ursula Querner, die 1964 den Edwin-Scharff-Preis erhielt, ist bekannt für ihre Plastiken, von denen die Stadt Hamburg viele erwarb. Noch heute sind beispielsweise „Orpheus und Eurydike“ im Alsterpark, die „Aurora“ im Planten un Blomen und der „Eselsreiter“ im Park der Grindel-Hochhäuser zu bestaunen. Auch bei der 1962 geschaffenen „Jongleur-Gruppe“ handelt es sich um eine Auftragsarbeit für die Stadt Hamburg: Ihr fröhlicher und spielerischer Charakter sollte den Kindern im mittlerweile geschlossenen Heim in Langenhorn Freude bereiten.
„Der Aspekt der Balance, sich gegenseitig Halt zu geben: Das ist das Schöne an der Figur und passt auch gut zu einem Heim, wo Kinder sind, die vielleicht nicht so viel Halt kriegen. Und auch zu dem neuen Standort im Krankenhaus passt dieser Aspekt“, findet Dorothee Wallner, die Tochter der Künstlerin, und freut sich „gerade als Tochter“ über die Wiederbelebung des Kunstwerks ihrer Mutter. (ut)
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