Sonne „Pur“ im Stadtpark

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Ihr Album heißt „Schein & Sein“: Pur spielt am Donnerstag live im Stadtpark, das Wetter verspricht gut zu werden Foto: Jahnke

Erfolgreiche Deutsch-Pop-Band spielt am Donnerstag auf der Freilichtbühne

Barmbek. Würde die Band Crusade im Stadtpark spielen, käme wohl kaum ein Besucher. Auch bei der Band Opus dürften die Ränge relativ leer bleiben. Doch wenn sich wie an diesem Donnerstag mal wieder die Band Pur ankündigt, wird es nicht nur im Heckenrund der Stadtpark-Bühne eng, sondern bestimmt auch wieder davor auf den Wiesen und Parkbänken, wo zahlreiche Zaungäste das Konzert mithören dürften. Dass sich hinter allen drei Namen dieselbe Erfolgsband verbirgt, wissen eingefleischte Pur-Fans natürlich. Mit einer Ochsentour durch kleine schwäbische Dorfklubs begann die 1975 von Roland Bless und Ingo Reichl als Crusade gegründete Band ihre lange Karriere. 1980 folgte die Umbenennung in Opus - einem Namen, unter dem jedoch schon bald eine gleichnamige, österreichische Band Erfolge mit dem Hit „Life is life“ feierten.
Erst unter dem dritten Bandnamen schaffte Pur schließlich Ende der 1980er-Jahre den musikalischen Durchbruch. Heute ist Pur das Synonym für eine der größten Erfolgsgeschichten der deutschsprachigen Pop-Musik. Allein die Tournee für das aktuelle, Ende vergangenen Jahres erschienene Album „Schein & Sein“ sahen über 140.000 Zuhörer live. Das sind fast so viele Fans, wie Pur um die Jahrtausendwende noch mühelos zu einem einzigen Open-Air-Auftritt lockte. Damals durchbrachen die Tourneen der Schwaben bei den Zuhörerzahlen mehrfach die Millionengrenze, obwohl die meisten Musikkritiker ihren Deutsch-Rock verschmähten oder sogar verspotteten. Die Bühnen wurden immer größer, die Shows immer gigantischer und technischer. Dennoch blieb die Band um Frontmann Hartmut Engler, der seit 1976 zu Pur gehört, stets ihren Fans nahe und hob nicht ab. Deutlich näher als bei den großen Stadionauftritten können die Fans ihre Lieblingsband an diesem Donnerstag vor der Freilichtbühne im Stadtpark erleben. Die maximal 4.000 Zuhörer wirken da beinahe wie ein intimes Klubkonzert. Im Vorprogramm spielt Cherry Gehring, der die Band seit gut 25 Jahren begleitet und als Background-Sänger und Keyboarder unterstützt, ebenso auf der Bühne wie auch im Studio. Im vergangenen Jahr nahm der 49-Jährige nun selbst ein Album auf, das sich besonders in seiner schwäbischen Heimat gut verkaufte. Durch seinen schwäbischen Witz und seine unprätentiöse, authentische Art und Bühnenpräsenz passt Cherry Gehring optimal zu seinen Freunden von Pur. (ho)

Donnerstag, 5. September, 19 Uhr, Eintritt: 42 Euro, Freilichtbühne, Saarlandstraße/Ecke Jahnring
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