8500 Kilometer für Kinderherzen

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Winkler und Sachße zusammen mit zwei Patienten (Sunny, 10, und Jenny Fer-Felica, 17) sowie Dr. Daniel Biermann (UKE) und Sylvia Paul (Stiftung) Foto: to
Sie sind wahre Helden: Ric Winkler und Lukas-Laurin Sachße haben nicht nur rund 8500 Kilometer in einem 22 Jahre alten VW-Bulli rund um die Ostsee zurückgelegt, sondern dabei auch Geld für die Stiftung „KinderHerz“ eingesammelt.

5083 Euro haben die beiden Offiziere an der Bundeswehr-Universität in Rahlstedt jetzt an die bundesweit aktive Stiftung überwiesen, die damit ein Forschungsprojekt an der Universitätsklinik Eppendorf (UKE) unterstützt. Sylvia Paul, Geschäftsführerin der Stiftung, und Dr. Daniel Biermann von der Kinderherzchirurgie am UKE, sind begeistert: „Ein toller Einsatz für unsere Forschung, die Leben von Kindern retten kann.“ Denn am UKE geht es darum, Kindern mit angeborenen Herzfehlern mit künstlichen Herzkammern auf biologischer Basis zu helfen. „Für ein Forschungsprojekt werden pro Jahr schon mal 150.000 Euro eingesetzt“, sagt Paul. Und allein am UKE laufen drei Projekte dieser Art.

Klar, dass da jeder Cent zählt. Und genau das wussten Winkler und Sachße genau, als sie sich für die „Baltic Sea Circle“-Rallye angemeldet haben (das Wochenblatt berichtete). Denn sie wollten ein unvergleichliches Abenteuer und den Einsatz für den guten Zweck verbinden – kennen sie doch aus dem Freundes- und Bekanntenkreis Kinder mit angeborenen oder erworbenen Herzproblemen. Also sind sie am 17. Juni in Hamburg aufgebrochen zu einer 16-Tages-Tour mit einem mindestens 20 Jahre alten Fahrzeug ohne Navi und dem Verzicht auf Autobahn-Nutzung mit ihrem VW-T4, Baujahr 1995 (78 PS), der vorher im Dienst des DRK Wolfenbüttel gestanden und 238.000 Kilometer „auf der Uhr“ hatte. „Und wir haben von Technik wirklich wenig Ahnung“, erzählen beide Offiziere – deshalb auch ihr Team-Name „Vier linke Hände“.

Aber die haben ausgereicht, und der Bulli hat auf der Strecke von Hamburg über Stockholm, den Lofoten, Nordkap, Murmansk, St. Petersburg, Tallin, Kaliningrad und zurück durchgehalten. „Obgleich es Probleme mit der Kälte am Nordkap gab. Nach dem Nachtfrost mit Schneefall wollte der Bulli nicht anspringen“, sagen die beiden 23-Jährigen, die an der Helmut-Schmidt-Universität Geschichtswissenschaften studieren.

Zehn Länder haben sie mit Hilfe ihrer Sponsoren, die für Werbeflächen am Bulli gezahlt und gespendet haben, durchquert. „Tolle Landschaften und insbesondere wunderbar freundliche Menschen in Russland. St. Petersburg und Tallin kann man nur jedem empfehlen. Es war eine unglaubliche Reise, die wir nie vergessen werden“, sagen beide. Insgesamt 250 Teams waren für die gute Sache am Start – denn nur wer Spenden einsammelt, darf starten.
Vergessen wollen und werden sie ihren Einsatz für die gute Sache nicht: „In Sachen ‚KinderHerz‘ bleiben wir dran. Es lohnt sich, für diese Stiftung Engagement zu zeigen“, sagen Winkler und Sachße. Deshalb wird der Bulli auch „weiterleben“ – für die nächste Spenden-Aktion.

Kontakt per E-Mail an vierlinke-haende@web.de
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