Anmutige Kunst im Grünen

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Anmut in Bronze: Die Skulptur „Diana mit Hunden“ aus dem Jahr 1911 von Arthur Bock steht am beschaulichen Kurgarten

Stadtpark-Serie, Teil 8: Wie ein Freiluftmuseum mit 22 Skulpturen entstand

Im kommenden Jahr feiert der Stadtpark seinen 100. Geburtstag. Das Wochenblatt beschreibt in einer Serie, wie Hamburgs größter Volkspark entstand, wie er sich verändert hat und wofür er heute steht. 8. Teil: Die Skulpturen des Stadtparks

Von Holger Hollmann
Es sind Eisbären, Pinguine, Hunde, Zentauren oder Kinder und Frauenfiguren. Sie sind aus Bronze, Muschelkalk, Sandstein und Marmor geformt - und sie sind stets zeitlos schöne Werke: Insgesamt 22 Skulpturen stehen über die insgesamt 150 Hektar Fläche des 1914 eröffneten Stadtparks verteilt. Nur drei davon wurden nach dem Zweiten Weltkrieg in den 50er und 70er-Jahren hinzugefügt, alle anderen stehen bereits seit Eröffnung des Parks oder wurden bis zum Zweiten Weltkrieg aufgestellt. Die meisten Skulpturen, die den größten Hamburger Park nicht nur zu einem Freizeit- und Naturerlebnis, sondern ganz nebenbei auch zu einer Art Freiluftmuseum machen, wurden damals von wohlhabenden Hamburger Bürgern gestiftet. Viele der generösen Stifter waren zugleich Mitglieder des 1912 gegründeten Vorgängers vom heutigen Stadtpark-Verein.
Der Bildungsauftrag, den der Volks- und Bürgerpark neben der Naturerziehung und Zerstreuung für alle soziale Schichten erfüllen sollte, entsprach der Reformbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Kunst und Kultur sollten fester Bestandteil des Parkkonzeptes sein. So wurde 1904 für die ersten, wenn auch nicht erfolgreichen Planungen zur Parkanlage ein Gutachtergremium eingesetzt, in dem
mit Alfred Lichtwark,
Direktor der Kunsthalle, und Justus Brinckmann, Gründer des Museums für Kunst und Gewerbe, auch einflussreiche Vertreter der Hamburger Kunstszene saßen. Neben einer aufwendigen Park- und Gebäudearchitektur sowie kulturellen Angeboten auf der Mitte der 20er-Jahre eröffneten Freilichtbühne oder im 1930 eingerichteten Planetarium wurde dieser Anspruch vor allem durch die Skulpturen bekannter Künstler eingelöst - darunter so anmutende Bronze-Kunstwerke wie der Knabe mit Fischen (1925 von Oscar E. Ulmer) an den Rosengärten oder die Diana mit Hunden (1911 von Arthur Bock) am Kurgarten vis-a-vis der alten Trinkhalle. Lieblingswerk der meisten Stadtpark-Besucher, insbesondere der jüngeren, dürften jedoch die 1912 von August Gaul geschaffenen Bronze-Pinguine am versteckt gelegenen Pinguinbrunnen sein. (wb)

Nächste Woche im 9. Teil der Serie: Innere Ruhe - der Stadtpark als Ort der
Stille und Entspannung
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