Anschlag auf SPD-Büro

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SPD-Bürgerschaftsabgeordneter Dr. Sven Tode war zwar schockiert über diesen vermutlich politisch motivierten Anschlag, will sich aber dadurch keinesfalls einschüchtern lassen. Foto: mt

Der Staatsschutz ermittelt in der rechtsradikalen Szene

Von Daniela Barth
Barmbek. Nicht ganz vier Wochen ist es her, dass SPD-Bürgerschaftsabgeordneter
Dr. Sven Tode seine neues Büro an der Fuhlsbüttler Straße 458 feierlich eröffnete. Besonders die großflächige Glasfront sollte die Transparenz symbolisieren, für die der Politiker steht. Zurzeit allerdings sind diese Fenster provisorisch geflickt und verklebt und zwei riesengroße Löcher klaffen in den Scheiben: Am vorletzten September-Wochenende haben Unbekannte –vermutlich nachts – die Fenster mit Ziegelsteinen eingeschlagen. „Das wird mittlerweile als politischer Anschlag bewertet“, sagt Sönke Klages, Büroleiter und persönlicher Referent Sven Todes. Auf einem der Ziegelsteine habe ein Sticker geklebt, den der ermittelnde Staatsschutz jetzt eindeutig der rechtsradikalen Szene zugeordnet hat.
„Wir waren ziemlich geschockt und traurig“, sagt Sven Tode. „So eine Gewalt – auch wenn es sich um Sachbeschädigung handelt – ist nicht zu tolerieren!“ Aber weder er, noch seine Mitarbeiter würden sich von diesem Anschlag einschüchtern lassen. „Wir haben ganz absichtlich an so einer belebten Stelle unser Büro eingerichtet, denn wir suchen den offenen und kritischen Dialog mit den Barmbekern – von Angesicht zu Angesicht!“
Die Polizei fährt jetzt gezielter und öfter Streife auf der Fuhlsbüttler Straße. (hfr)
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