Auf Wiedersehen Erika Nagel

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Etwas Wehmut und Abschiedsschmerz ist schon dabei, aber Erika Nagel hat noch viel vor mit ihrer freien Zeit. Foto: Sobersko

45 Jahre im Dienste der Kinder: Kita-Leiterin der Simeonkirche

Von Tanja Sobersko
Bramfeld. Am 1. April – und das ist mit Sicherheit kein Scherz – feierte Erika Nagel, Leiterin der Kita der Simeonkirche am Tucholskyring ihr 45-jähriges Dienstjubiläum. Allein 38 Jahre davon hat sie in „ihrer“ Kita in Bramfeld verbracht. In Schleswig-Holstein geboren, absolvierte sie ihre Ausbildung in Neumünster und kam 1968 nach Hamburg. Bald darauf trat sie eine Stelle in der Kita Osterkirche an und wechselte 1974 zur Simeonkita im Tucholskyring. Die Kirchen befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch im Kirchenverbund, so dass sie damals lediglich innerhalb des Verbunds wechselte. In der Kita Tucholskyring schien Erika Nagel nun endlich angekommen zu sein. 1996 wurde ihr die Leitung übertragen. Mittlerweile betreut sie in ihrer Kita Kinder in der dritten Genration und auch in ihrer eigenen Familie wächst bereits die übernächste Genration heran: Enkelin Lucy ist gerade eineinhalb Jahre alt. Auch ihr privater Lebensmittelpunkt war und ist immer in Bramfeld gelegen: Glindewiese, Bramfelder Chaussee oder Eckweg waren ihre Stationen. Jetzt freut sie sich darauf, „Hamburg richtig kennen zu lernen“, etwas, dass immer auf der Strecke blieb, für das nie richtig Zeit war. „Natürlich freue ich mich, dass es auch genau die richtige Jahreszeit ist, etwas zu unternehmen“, so die Erzieherin. Gärten möchte Erika Nagel besuchen, Theater und Museen. Doch sie ist auch realistisch: „Zuerst muss ich zuhause ankommen, erst muss ich Trauerarbeit leisten, denn ich nehme Abschied, lasse viel zurück.“ In den Abschied mischt sich aber auch viel Dankbarkeit. Für das entgegengebrachte Vertrauen der Eltern, aber auch für das Glück, nie von schweren Unglücken heimgesucht worden zu sein. „Der liebe Gott hat wohl immer seine schützende Hand über uns gehalten“, so vermutet Erika Nagel. Und nach dem Abschied will sie dann durchstarten, in ihr neues Leben. „Kita war gestern – Erika Nagel ist heute“. (ts)
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