Ausflug in Wildpark

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Hilfe für Flüchtlinge: St. Sophien organisiert Busfahrt

Barmbek Glückliche Flüchtlingskinder. Leider eine Seltenheit in diesen Tagen. Die katholische Kirchengemeinde St. Sophien hat es mit einem Ausflug in den Wildpark Schwarze Berge geschafft 37 Kinder und ihre 34 Begleitpersonen aus einer Flüchtlingsunterkunft wenigstens für einen Nachmittag glücklich zu machen. Die Flüchtlingskinder entdeckten mit großer Freude den Park, obwohl es in Strömen regnete. Die Ziegen liebten sie besonders. Die durften gefüttert und gestreichelt werden. Aber auch freudig grunzende Hängebauchschweine und die biberartigen Nutria, die sich im Regen richtig wohl fühlen, begeisterten die Kleinen. In einer Picknickhütte wurde gefuttert. Einige Kinder verstehen bereits gut Deutsch.
Die Projektgruppe Flüchtlingshilfe an St. Sophien machte es möglich. Und Sponsoren, unter anderem der Hamburger Verkehrsverbund, der einen Gelenkbus mit Fahrer kostenlos zur Verfügung stellte. Fahrer Stefan Vu und seine Frau Thu Ha Vu machen unendgeldlich mit. An der Flüchtlingsunterkunft Schnackenburgallee werden die Kinder von dem Busfahrer eingesammelt. Zuvor hat er alle Hände voll zu tun, muss den langen Bus auf dem Gelände rückwärts millimetergenau rangieren, damit alle bequem einsteigen können. Dann kommen Mütter und Väter mit ihren Kindern aus den aufgestapelten Containern. Einige erst zögerlich, andere sicheren Schrittes. 37 Kinder aus dem Kindergarten der Flüchtlingsunterkunft, 13 aus Albanien, fünf aus Afghanistan, zwei aus Mazedonien, und aus Ägypten, Eritrea, Syrien. Die Verpflegung wurde schon in Barmbek an Bord gebracht. Mit Äpfeln, Gurken, belegten Brötchen, selbst gebackenem Kuchen und Schokolade beladen ging es los Richtung Tierpark. Mitglieder der Projektgruppe, Angelika Franke, Christien Fitzinger, Holger Landahl und die Leiterin Ruth Prodöhl, packten überall mit an und begleiteten die Kinder. Zwei Mitarbeiterinnen des Deutschen Roten Kreuzes, das den Kindergarten für Fördern & Wohnen betreibt, halfen ebenfalls mit. „Die Kinder haben viel gespielt, gemalt und gebastelt“, erzählt Ruth Prodöhl. Die Initiative für den Ausflug kam von der Gemeinde selbst. So geht’s. (ch)
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