Barmbek: Zukunft mit WIESE

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Theaterzentrum am Wiesendamm soll in 2018 fertig sein Archivfoto: wb

Theaterzentrum am Wiesendamm soll in 2018 fertig sein

Barmbek Das Theaterzentrum WIESE nimmt Gestalt an: Auch wenn das Antragsverfahren für die 1,2 Millionen Euro Fördergelder vom Bund noch nicht abgeschlossen ist, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Nachdem in dem Gebäude am Wiesendamm 24 vorübergehend eine zentrale Erstaufnahme für Flüchtlinge untergebracht gewesen war, kann es nun bald losgehen. Andreas Lübbers von der Genossenschaft Wiese eG, Gründer des Hamburger Sprechwerks und schon lange in der Theaterszene aktiv, weiß um den Mangel an bezahlbaren Probenräumen für freie Theaterprojekte in Hamburg. „Im Vergleich mit Städten wie Berlin stehen wir ganz schlecht da“, so Lübbers. Also gründete er die Genossenschaft und war lange auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie, die er schließlich am Wiesendamm in Barmbek fand. Gemeinsam mit dem Eigentümer, der Sprinkenhof GmbH, wurde ein Konzept erarbeitet. In die 1.600 Quadratmeter große ehemalige Fabrikhalle soll teilweise eine Zwischendecke eingezogen werden, so dass insgesamt eine Fläche von 2.500 Quadratmetern entsteht. Neben einem großen Theatersaal in der Mitte soll es zahlreiche Probenräume in verschiedenen Größen geben sowie Lager- und Büroräume. Die Räume werden selbstverständlich schallgeschützt sein. Das geplante Vermietungskonzept ist innovativ: Professionelle Theatergruppen und Schauspielschulen mieten ihre Räume fest an, nutzen diese aber in der Regel nur tagsüber und an Wochentagen. Abends, an Wochenenden und in der Ferienzeit könnten die Räume dann zu einem attraktiven Preis von freien Theatergruppen angemietet werden. Für finanziell besonders klamme Interessenten sei sogar eine Nachtnutzung denkbar, so Lübbers.

„Leben in die Bude“


Wichtig ist den Betreibern auch der Bürgerkontakt. Das Foyer soll Offenheit symbolisieren und sich durch das ganze Gebäude bis hinten zum Hof durchziehen. Im Eingangsbereich sollen Sitzmöglichkeiten und ein Kiosk einladen, mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Eine musisch-bewegungsorientierte Kita mit bis zu 80 Plätzen wird ebenfalls einziehen. Lübbers freut sich bereits, dass dann „Leben in die Bude kommt“. Nun heißt es noch etwas Geduld haben, bis das Antragsverfahren für die Fördergelder im Rahmen des Bundesprogrammes zur Sanierung von Sport-, Jugend- und Kultureinrichtungen abgeschlossen ist. Bis dahin wirbt Andreas Lübbers weiterhin unermüdlich um Genossen. Für die restlichen 2,2 Millionen Euro gibt es eine Mischfinanzierung. Beteiligt sind unter anderem die Stadt Hamburg, eine private Stiftung, die Wiese eG, die Sprinkenhof GmbH, private Investoren sowie die Betreiber der Kita. Spätestens im Laufe des Jahres 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Und Barmbek wird wieder einmal bunter, lebendiger und reicher an Kultur. (ruh)
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