Beratung für Einwanderer in Hamburg

Anzeige
Im Gespräch: N´da Claude Gbocho ist Ansprechpartner für Einwanderer Foto: Akonda/wb

„Akonda Eine-Welt-Café“ hilft Migranten. Sommerfest für alle am Sonnabend

Hamburg. Nicht immer fällt es Migranten leicht, über ihre Probleme zu sprechen. Um ihre Hemmungen zu überwinden, brauchen sie einen geschützten Raum, in dem sie sich frei äußern können und auf Verständnis treffen. In Barmbek-Süd bietet dies das Akonda Eine-Welt-Café im Barmbek Basch. Zum alljährlichen Sommerfest lädt Akonda vor allem auch die Bewohner aus dem Stadtteil, am Sonnabend, 27. September, ab 15 Uhr ins Barmbek Basch, Wohldorfer Straße 30, ein.
Die Beratungs- und Begegnungsstelle startete 1997 mit Veranstaltungen in der Kreuzkirche. „Wir waren das einzige Projekt in der Stadt, das von Migranten selbst gegründet wurde, und in dem sie selbst beraten“, erläutert Projektleiter und Mitbegründer N´da Claude Gbocho.
Inzwischen werde das Angebot nicht nur von Menschen aus ganz Hamburg in Anspruch genommen, der Bedarf habe sehr zugenommen, berichtet Gbocho. „Die aktuelle Situation führt dazu, dass viele Flüchtlinge über Italien und Griechenland kommen, die eine neue Perspektive suchen“, erklärt er. Die Stadt Hamburg versuche zwar, neue Unterkünfte zu schaffen (siehe Seite 1), doch in der neuen Erstaufnahme in Harburg beispielsweise gebe es nur zwei Mitarbeiter für 500 Bewohner. Weitere Ansprechpartner würden gebraucht. „Jeder, egal welcher Nationalität, der sich in solch einer Situation befindet, ist bei uns willkommen“, betont Gbocho, der von der Elfenbeinküste stammt.
Akonda bietet kostenlose und vertrauliche Beratung bei sozial-, asyl- und ausländerrechtlichen Fragen. Dazu stehen zwei feste Mitarbeiter und fünf Honorarkräfte zur Verfügung. Träger ist der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Hamburg-Ost in Kooperation mit Institutionen aus der Flüchtlings- und Migrationsarbeit. Neben der Einzelberatung gibt es Sprach-, Schreib- und Leselernkurse, Taekwondo für Kinder, Filmabende und den Women’s Coffee, einen Treffpunkt für Frauen und ihre Kinder sowie deutsche Lebenspartnerinnen von Migranten. Das Akonda-Café bietet an jedem ersten und dritten Mittwoch im Monat von 18 bis 21 Uhr die Gelegenheit zu Austausch und Beratung.
Infos unter Tel.: 519 00 80 16 und akonda@kirche-hamburg-ost.de. (cb)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige