Berufsschul-Erweiterung: Münchner Architekten gestalten Bau an der Richardstraße in Hamburg

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Der Siegerentwurf der Architekten Schürmann/Dettinger aus München Animation: Schürmann/Dettinger

Schulleitung „sehr glücklich mit der Entscheidung“. Start Anfang 2016

Hamburg. Die Entscheidung ist gefallen: Nach einer europaweiten Ausschreibung für die Erweiterung der Beruflichen Schule Holz, Farbe und Textil (G 6) in der Richardstraße 1 ist der Zuschlag an ein Münchner Architektenbüro gegangen. Das Unternehmen Felix Schürmann, Ellen Dettinger Architekten wurde von der Jury, die sich unter anderem aus Mitarbeitern des Trägers Schulbau Hamburg (SBH), Architekten sowie Mitgliedern des Bezirksamtes Nord zusammensetzt, einstimmig auf den ersten Platz gewählt. Insgesamt hatten sich 102 Büros – davon fünf aus dem Ausland – beworben, sieben davon wurden zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert. Die Aufgabe lautete, einen Entwurf für einen Neubau auf rund 2500 Quadratmeter Nettogrundfläche zu erstellen, der Lehrräume, Werkstätten sowie eine Einfeldsporthalle umfasst - diese soll später auch dem Vereinssport im Stadtteil zugutekommen. Die Fläche wird durch den Verzicht auf die bislang eingeschossigen Gebäudeabschnitte auf dem Grundstück frei. Kriterien für die Bewertung des Projekts waren dabei unter anderem die architektonische Gestaltung, die Gewährleistung zukunftsfähiger energetisch-ökologischer Standards sowie eine flächeneffiziente Grundrisslösung.

Entwurf passt in Quartier

Das Gewinner-Projekt von Schürmann/Dettinger zeichnet sich laut Schulbau Hamburg vor allem durch eine „klare städtebauliche Haltung“ aus. So sieht die Planung eine „Eckbetonung“ zur Richardstraße vor, die sich gut in den umgebenden Stadtraum einpasst. Dabei sind unterschiedliche Baukörper vorgesehen: Ein Sockel, ein geschlossener Riegel zur Oberaltenallee sowie ein transparenter, zur schulischen Freifläche gerichteter Baukörper (siehe Abbildung). Das Gebäude soll so den gestalterischen Anspruch der in der Schule unterrichteten Fachrichtungen widerspiegeln – werden dort doch unter anderem Tischler, Maler und Maßschneider ausgebildet. Entsprechend zufrieden zeigt sich die Schulleitung mit dem Konzept: „Die G 6 ist sehr glücklich mit der getroffenen Entscheidung. Mit dem gewählten Entwurf werden die schulischen Belange optimal berücksichtigt und die räumlichen Voraussetzungen für modernen Unterricht geschaffen. Das Gebäude setzt zum einen städtebauliche Akzente, fügt sich aber auch harmonisch in die bestehenden Schulgebäude ein“, so G 6- Schulleiter Volker Striecker auf Anfrage des Wochenblattes.
Der Bau hat zudem den Vorteil, dass die Schüler nach Fertigstellung an einem gemeinsamen Standort lernen können – bislang sind einige der Berufsschüler auch am Zweitstandort Zeughausmarkt untergebracht. So werden die Klassen der Ausbildungsvorbereitung, der Berufsschule Bekleidung und der Fachschule Gewandmeister umziehen und dann auch in der Richardstraße unterrichtet werden. Los gehen soll es laut Schulbau Hamburg mit der Erweiterung voraussichtlich im Frühjahr 2016, für das Bauprojekt sind Erstellungskosten von insgesamt ca. 6,5 Mio. Euro kalkuliert. Die sieben Entwürfe für den Bau werden noch bis zum 14. April in der Kantine der G 6 in der Richardstraße 1 ausgestellt. Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 7.00 bis 15.30 Uhr,  freitags bis 14 Uhr. (bob)
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