Betreiber für „WC-Café“ gesucht

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Anette Quast vom Gebietsbeirat steht dort, wo 2014 die Terrasse des neuen Nachbarschafts-Cafés sein wird – geschützt im Grünen und trotzdem einsichtig. Foto: sl

Toiletten- und Marktmeisterhäuschen wird umgebaut

Barmbek. Einige sogenannte „Toiletten-Cafés“ haben in Hamburg bereits Erfolgsgeschichte geschrieben – die Alsterperle in Uhlenhorst oder die Villa im Park in Eimsbüttel beispielsweise.
Ab 2014 soll dieses gastronomische Konzept auch in Barmbek-Nord umgesetzt werden: Das Toiletten- und Marktmeisterhäuschen in der Straße Hartzloh, Ecke Fuhlsbüttler Straße wird von der Stadt Hamburg zu einem Nachbarschafts-Café umgebaut.
Was derzeit noch ein unansehnlicher Schandfleck ist, soll Anfang 2014 Treffpunkt für alteingesessene Barmbeker und Neubewohner des Quartiers 21 sein. Jetzt sucht das Bezirksamt Hamburg-Nord Betreiber für das Café. Ab sofort steht die Auslobung auf der Internet-Seite der Stadt. Bewerbungen werden schriftlich bis zum 31. Oktober um 12 Uhr angenommen.
Die Entscheidung über den Zuschlag soll im November erfolgen. Die Pacht beträgt 845 Euro im Monat.
„Die neuen Pächter müssen die öffentlichen Markt-Toiletten mit betreiben, das ist Voraussetzung“, erklärt Anette Quast von der Gebietsbetreuung Langenfort-Barmbek-Nord.
Denn aus dem Wunsch vieler Bewohner nach einer Verlängerung der Öffnungszeiten der Toiletten über die Marktzeiten hinaus, ist die Idee eines gastronomischen Betriebs im Marktmeisterhäuschen überhaupt erst entstanden. Nach einer Machbarkeitsstudie und vielen Diskussionen im Gebietsbeirat hat die Stadt in diesem Sommer einer Finanzierung des Projektes zugestimmt.
Damit fällt der Umbau und die Neugestaltung rund um das Häuschen in die Sanierungspläne des Hartzloh-Grünzuges. Der angrenzende Spielplatz wird schon im kommenden Frühjahr im neuen Glanz erstrahlen.
Das Café wird Innen und im Außenbereich jeweils 16 Plätze bieten. Die komplette gastronomische Inneneinrichtung muss der neue Pächter finanzieren.
Die Sanitäranlagen hingegen werden auf Kosten der Stadt erneuert. „Die Betreiber sollten sich darüber im Klaren sein, wo das Café liegt und ein dementsprechendes Konzept vorlegen“, so Quast. Das heißt, die Preise sollten nicht zu hoch sein. „Eine Einbindung in den Stadtteil wäre ideal.“
Je ausführlicher das Konzept ist, umso größer sind die Chancen für den Zuschlag“, betont Anette Quast. Die Lage des Toiletten-Cafés ist sehr vorteilhaft. Der angrenzende Spielplatz zieht vor allen in den warmen Monaten Mütter und Kinder an. Außerdem befindet sich der Marktplatz direkt zwischen dem Quartier 21 und den alten Wohnungsbauten des Stadt teils. (sl)
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