Blutiger Preis für Karstadt

Anzeige
Denis Schmidt leitet die Kampagne und will die „Blutige Feder“ übergeben Foto: mdt

Warenhauskette wehrt sich gegen Negativ-Preis von Tierschützern

Hamburg Diesen Preis stellt sich wohl niemand ins Regal: Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten überreichte den Negativpreis „Die blutige Feder“ an Karstadt. Das Kunstblut auf der Feder aus weißem Porzellan erinnert symbolisch an das Leid der Gänse und Enten für Bettwaren bei Herstellern ohne Tierschutzstandards. „Karstadt hat als einziges deutsches Unternehmen die Gespräche mit Vier Pfoten verweigert“, sagt Denis Schmidt, Kampagnenleiterin bei Vier Pfoten.

Hohe Auflagen und Standards


Karstadt sieht sich jedoch zu unrecht in der Kritik. Mit seinen Lieferanten habe der Konzern hohe Auflagen vereinbart, die gängige Tierschutzstandards verbindlich einfordern. Zudem arbeite man mit Daunenproduzenten zusammen, die auch andere große Händler beliefern. In einer einzigen Daunendecke stecken Daunen und Federn von 40 Tieren. Unter den Lieferanten gibt es laut Aktivisten auch einige schwarze Schafe, deren Produktionsmethoden grausam sind. So werden in einigen Betrieben laut Vier Pfoten die Tiere lebendig gerupft oder zwangsgemästet. Im Rahmen der internationalen Kampagne www.40lives.org hat Vier Pfoten mit allen großen Bettwarenproduzenten und -händlern in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Großbritannien verhandelt. Viele haben sich bereit erklärt, in Zukunft ihre Lieferketten von unabhängigen Beobachtern kontrollieren zu lassen, darunter das Dänische Bettenlager und das Möbelhaus Roller. (mdt)

Weitere Infos: Vier Pfoten
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige