Der Hörspielmacher aus Barmbek

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Der Musiker Dieter Faber lebt und arbeitet gerne in Barmbek. In seinem Tonstudio entstehen viele bekannte Produktionen, unter anderem mit Rolf Zuckowski und Harry RowohltFoto: Busse

Dieter Faber arbeitet in seinem Tonstudio mit Rolf Zuckowski und Harry Rowohlt

Von Christina Busse
Barmbek. „Barmbek ist ein Stadtteil, in dem die unterschiedlichsten Welten zusammentreffen. Diese Vielfalt mag ich gerne“, sagt Dieter Faber (53). Der Musiker lebt seit zwanzig Jahren mit seiner Familie in der Nähe der Fuhle.
„Als wir hergezogen sind, gab es anders als heute kaum Kinder in Barmbek. Wenn wir damals ins Restaurant gegangen sind, fielen wir mit unserer dreijährigen Tochter unter den sonst nur älteren Menschen richtig auf“, erinnert er sich. Der gebürtige Bamberger war zum Studium nach Hamburg gekommen. Er hat klassische Gitarre und Klavier gelernt und seither als Studiomusiker zahlreiche Produktionen für Tonträger, Werbe- und Filmmusiken eingespielt – seit elf Jahren im eigenen Tonstudio mitten in Barmbek, in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei. Dort arbeitet er mit namhaften Künstlern zusammen und nimmt Stücke für Hörspiel- und TV-Produktionen auf, wie „Pippi Langstrumpf“, „Die Olchis“, „Pettersson und Findus“. Das neueste Werk ist
„Die Himmelskinder-Weihnacht“, die er über zwei Jahre mit Wolfram Eicke zusammen erdacht und erarbeitet hat – „mit Leidenschaft“, wie er betont.
Der Titelsong „Himmelskinder“ wird übrigens auch von einer Barmbekerin gesungen: Musical-Darstellerin Naima, die schon im „König der Löwen“ Erfolge gefeiert hat. „Naima war meine Traum-Kandidatin“, verrät Dieter Faber, der die Sängerin, die eigentlich Natalie Pütz heißt, nicht nur aus früheren Produktionen, sondern auch aus seiner Nachbarschaft kennt. Der Hörspielmacher ist gerne in seinem Quartier unterwegs, und er nimmt viele Veränderungen wahr. Die seit einigen Jahren ständig steigenden Ladenmieten und deren Folgen sieht er problematisch.
„Viele tolle Läden mussten schon weggehen, dem muss Einhalt geboten werden. Kauft bei kleinen Händlern, die Top-Qualität und Service bieten!“, so sein Appell. Doch er ist optimistisch: „Ich bin in freudiger Erwartung auf neue Wohnungen und das, was entsteht, wenn Hertie weg ist!“
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