Der Marktplatz ist fertig

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So schön grün wie auf dieser Visualisierung ist es zwar noch nicht auf dem umgebauten Marktplatz, soll es aber spätestens im nächsten Jahr seinGrafik: BA Wandsbek
 
Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff wird den Marktplatz am kommenden Dienstag offiziell eröffnen Foto: BA Wandsbek

Eröffnung am 15. Oktober – nach zwölf Jahren „Bauzeit“

Von Tanja Sobersko
Hamburg. Am kommenden Dienstag wird der Marktplatz Bramfeld formell eröffnet. Aus einem mit Schlaglöchern übersätem Parkplatz ist eine attraktive Fläche aus verschiedenfarbigen Granitblöcken und Asphalt geworden. Es gibt jetzt diverse Sitzbänke, eine grüne „Leseecke“ und sogar eine kleine Sportfläche mit Basketballkorb. Eine ganz große Eröffnungsfeier wird es allerdings erst im Sommer nächsten Jahres geben. Diese Regelung ist der Kürze der Planungszeit geschuldet. „Die Herbstferien standen vor der Tür“, so Quartiersmanagerin Sylvia Soggia, „dann soll am 18. Oktober der große Jahrmarkt auf dem Marktplatz eröffnet werden und danach wäre es allein wettertechnisch problematisch geworden.“
Eine Einweihung der besonderen Art gab es allerdings schon, denn die Wochenmarktbeschicker feierten „ihren“ Marktplatz bereits am 16. August, als zum ersten Mal wieder die komplette Fläche für den Wochenmarkt freigegeben war.
Die Kosten für den feierlichen Akt der Marktplatzeröffnung, auf der auch Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff sprechen wird, werden von der Bramfelder Interessengemeinschaft Brain übernommen.

Eine „schmucke Fläche“

Viele Vertreter der politischen Parteien zeigen sich indes zufrieden. Wie Carsten Heeder, SPD: „Wenn man Bilder des Marktplatzes von vor ein paar Jahren im Kopf hat und seinen Zustand heute sieht, kann man sich eigentlich nur freuen. Es wurde nun aus einem grauen Platz mit dem Charme und der Funktion eines Parkplatzes eine schmucke Fläche.“ Bezüglich der äußerst verspäteten Eröffnung des Platzes sagt der Lokalpolitiker: „Bereits im Juni 2001 wurde der Öffentlichkeit ein Rahmenplankonzept für Marktplatz, Bramfelder Chaussee, Stadtteilkultur und Grünflächen vorgestellt. Wenn wir uns nun nach so vielen Jahren endlich auf die Eröffnung des Marktplatzes freuen dürfen, möchte ich, was das Datum der Eröffnungsfeier betrifft, nicht mehr um Tage oder Wochen feilschen.“
Ähnlich kommentiert auch Julian Georg von der Linken die Eröffnung: „Ich freue mich über die Eröffnung des Marktplatzes. Es wurde nicht nur eine Nutzfläche geschaffen, sondern eine Fläche, die zum Verweilen einlädt, zudem ist sie geeignet für Veranstaltungen wie das Stadtteilfest oder auch einen Jahrmarkt. Der Marktplatz sollte jedoch nur ein Anfang sein.“

Nächster Schritt: Dorfplatz

Und er geht sogar noch einen Schritt weiter: „Dazu gehört die ganze Achse, angefangen vom neuen Gemeindehaus der Osterkirche bis zur Endhaltestelle der Stadtbahn und zur neuen Kulturinsel.“ Jürgen Scheffer, FDP, blickt ebenfalls in die Zukunft: „Die Verbindung zum Dorfplatz sehe ich als nächste Aufgabe der Stadtplanung und Kommunalpolitik.“
Seitens der CDU, vertreten durch Thomas Kreuzmann, mischt sich in die Freude über die Fertigstellung auch Kritik: „Der Marktplatz bildet das Herzstück von Bramfeld. Zusammen mit dem Einkaufszentrum verkörpert dieser das neue, dynamische und moderne Bramfeld. Allerdings bedauern wir, dass alte, kranke und behinderte Menschen nicht mehr direkt das Ärztehaus in der Herthastraße anfahren können. Die CDU hatte mehrfach auf diese Notwendigkeit hingewiesen und auch einige Ideen hierzu entwickelt. Auch die Idee einer eingeschränkten Nutzung und Zufahrt durch die Installation einer Schranke hat der Bezirk aus Kostengründen verworfen.“ Insgesamt sind seit der Ausschreibung am 28. September 2011 fast genau zwei Jahre Planungs- und Bauzeit vergangen und es wurden 2,3 Millionen Euro in die Umgestaltung des Marktplatzes investiert.
Darin enthalten sind Planungs- und Baukosten, sowie die technische Ausrüstung des Marktplatzes mit öffentlicher Beleuchtung und Hydranten. Die Gelder kamen aus dem Sonderinvestitionsprogramm „Hamburger Plätze“.
Eine hohe Summe, die aber letztlich investiert werden musste, denn der Marktplatz ist nur der Anfang eines komplett neuen Ortszentrums.
Bramfelder Dreieck und die Kulturinsel werden die nächsten großen Projekte des Stadtteils sein. (ts)
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