Der neue Pastor von St. Gabriel in Hamburg

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Die Kinder- und Jugendarbeit ist sein Schwerpunkt: Seit dem 1. Dezember 2013 ist Sven Lundius neuer Pastor in St. GabrielFoto: Leuschen

Sven Lundis versteht sich als Brückenbauer in Barmbek

Hamburg. „Moinmoin“ schallt es gut gelaunt aus dem Büro an der Kirche St. Gabriel. Bei Sven Lundius, dem neuen Pastor der Gemeinde, steht die Tür meist offen. Noch ist der 47-Jährige dabei, seine Gemeinde kennenzulernen – nach zwölf Jahren in den Marschlanden ist die Großstadt nicht nur für den gebürtigen Schleswig-Holsteiner eine große Veränderung. Auch für die Familie gibt es in Barmbek viel zu entdecken. Gemeinsam mit seiner französischen Frau Francoise Merceur (45) und den beiden Söhnen Pascal (14) und Pierre (11) ist Lundius in einen Stadtteil gezogen, der radikal im Umbruch ist.

Brücke zwischen Quartieren schlagen

Die Herausforderung schreckt ihn nicht: „Ich bin ein Brückenbauer.“ Obwohl er gern auf dem Land gearbeitet hat, zog es ihn letztendlich wieder in die Stadt, wo er als junger Pastor begann. Vier Jahre lang war er mit seiner ersten Stelle bei der Rathauspassage angesiedelt, einem Beschäftigungsprojekt der Diakonie für langzeitarbeitslose und ehemals obdachlose Menschen. 2001 wechselte er in die Marschlanden. Bei beiden Stationen war das Brückenbauen wichtig – in der Rathauspassage zwischen den verschiedenen Gesellschaftsschichten, in dem Marschlanden, in denen er in zwei Dörfern mit je einer halben Stelle tätig war, zwischen den Gemeinden. Das kommt ihm in Barmbek zugute, denn hier müssen zwei sehr unterschiedliche Quartiere zusammen wachsen: das alte Barmbek-Nord und das neue Quartier 21. Noch kennt man sich nicht so recht. Noch schaut man auf die Unterschiede. Gemeinsam mit seinem Kollegen Harald Ehlbeck, den er sehr schätzt, sieht er es als seine Aufgabe an, eine Brücke zwischen den beiden Quartieren zu schlagen. Ein erster Schritt ist schon getan: Ein Chor von Quartier 21-Bewohnern probt in der Kirche und in diesem Sommer wird ein Quartier 21-Baby in St. Gabriel getauft werden.

Austausch zwischen Schulen und Gemeinde

Das Herz von Sven Lundius schlägt für die Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde. Die Kita-Kinder-Kirche will er gern weiterführen, aber auch neue Projekte wie eine Kinder-Kirche für ganz St. Gabriel oder auch eine Jugendgruppe für Konfirmierte aufbauen. Auch in St. Gabriel ist Sven Lundius lediglich mit einer halben Stelle angedockt. Mit der zweiten halben Stelle ist er mit „schulkooperativer Arbeit in der Region“ beschäftigt. „Der Austausch zwischen Schule und Gemeinde wird immer wichtiger“, findet er und hat schon Kontakte zu Schulen im Quartier geknüpft. Ob Kirchenerkundungen oder Konfirmationsunterricht im Rahmen einer ausgelagerten AG, also als Nachmittagsbetreuungsangebot – Lundius hat viele Ideen. Auch so kann man Brücken bauen. (leu)
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