Der singende Koch aus Hamburg

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Dominic van Deyk (l.)kochte und sang sich im Vorentscheid bis an die Spitze Foto: P.u.n.k.t.
 
Mit leichtgängiger Popmusik will der Musiker Deutschlands bester kochender Sänger werden Foto: P.u.n.k.t.

Wahl-Barmbeker Dominic van Deyk will in Köln den Titel holen

Von Ulrich Thiele
Barmbek
Gnocchi mit gebratenen Zucchini in Zitronen-Salbei-Butter mit gerösteten Walnüssen und zerbröseltem Ziegenkäse in der Küche und anschließend ein selbstverfasstes Lied auf der Bühne – so überzeugte Dominic van Deyk aus Barmbek die Jury bei der Vorausscheidung des Wettbewerbs „Koch und sing Dich auf den Underberg“ in Leipzig. Bei diesem Wettbewerb müssen die Teilnehmer innerhalb einer Stunde den Kochlöffel schwingen und ein kreatives Gericht zaubern und im Anschluss ihr Können am Mikrofon zeigen. Dominic Van Deyk stach in beiden Kategorien hervor und tritt am Mittwoch (9. November) beim großen Finale in Köln um den Titel als Deutschlands bester singender Koch respektive kochender Sänger an. Dabei ist der 32-jährige Wahl-Barmbeker in erster Linie Vollblutmusiker – das Kochen ist ein Hobby. „Mein bester Freund ist Chefkoch und hat ein eigenes Restaurant. So kam ich schon früh mit dem Kochen in Kontakt. Wir haben früher gemeinsam Musik gemacht und auch immer gerne gut gegessen. Ich bin immer viel unterwegs mit der Musik und koche auch heute noch privat um runterzukommen“, erklärt er. „Ich esse gerne gut und gehe auch viel aus. Das Edenhall in der Barmbeker Straße zum Beispiel ist mein Lieblingsrestaurant.“

Trio „Van Deyk“


Die Weichen für eine musikalische Laufbahn wurden hingegen bereits in seine Wiege gelegt. „Mein Vater war in den 1960ern Schlagzeuger in England. Das war eine sehr intensive Zeit für ihn in dieser Szene zur Zeit der Beatles. Die Geschichten, die er erzählt hat, haben mich sehr geprägt. Meine Mutter ist auch musikalisch und hat mich immer gefördert. Ich habe als Kind Klavier- und Schlagzeugunterricht bekommen“, erzählt der Sohn eines Walisers. Bis er sich allerdings traute, eigene Songs zu schreiben, verging einige Zeit. Erst mit 24 Jahren fasste er den Mut, auch eigene Songs zu schreiben. „Das war eine Befreiung für mich. Da ist das Eis gebrochen“, erinnert sich der studierte Musikpädagoge. Nach einem Zwischenaufenthalt in Schottland zog es Dominic van Deyk von Frankfurt nach Hamburg, wo er sich in der lebendigen Musikszene sofort wohl fühlte. Beim Hamburger Popkurs lernte er schließlich Robert Holstein und Mathias Blässe kennen, mit denen er heute unter dem Bandnamen „Van Deyk“ als Trio aktiv ist – mal im Aufnahmestudio in Uhlenhorst, mal in den vielen Clubs der Stadt. Mit ihrer leichtfüßigen Popmusik haben sich die drei bereits einen Namen gemacht, werden regelmäßig für Gigs gebucht und veröffentlichen am 2. Februar ihre erste EP. „Wenn wir langfristig in dieser tollen Konstellation Musik machen und live auftreten dürfen, dann bin ich schon sehr zufrieden“, so der Sänger. Sein Erfolg beim Sing- und Kochwettbewerb dürfte ihm auf dem Weg dorthin eine willkommene Aufmerksamkeit bescheren. Aufregung oder Druck verspürt van Deyk aber nicht. „Ich bin da ganz entspannt. Sogar als achter bekommt man ja schon einen Preis. Ich freue mich einfach über die Aufmerksamkeit und will mit den anderen Teilnehmern Spaß haben“, sagt er. Musikalisch will er wieder mit einer Eigenkomposition überzeugen und am Herd mit seiner Lieblingsküche: Italienisch. „Ich werde sardische Ravioli in Tomaten-Pinienkern-Butter und Basilikum zubereiten.“

Am 16.11. treten Van Deyk im Rahmen von „Kampf der Künste“ im Literaturhaus Hamburg auf, am 14.12. auch im Rahmen des Poetry-Slams im Ernst Deutsch Theater. Weitere Infos: Kampf der Künste
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