Die Simeon-Orgel wird aufpoliert

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Jede der 1700 Pfeifen geht durch Kurt Quathamers Hände und erhält von dem Orgelbauer einen neuen KlangFotos: Kuchenbecker

Kurt Quathamer bringt bis September 1.700 Pfeifen wieder zum Klingen

Bramfeld. Aufgereiht stehen sie im Treppenhaus, auf der Empore des Altarraums und im Kirchenschiff – die Pfeifen der Orgel der Simeonkirche. Seit Mai arbeitet Kurt Quathamer aus Bordesholm zusammen mit seinen drei Mitarbeitern an der Orgel und verpasst ihr eine Generalüberholung.
Jede der 1.700 Orgelpfeifen geht durch Quathamers Hände. Denn jede Pfeife wird neu gestimmt. Jeder verleiht der Orgelbauer eine „Seele“. Sie werden ausgebeult und geputzt. „Vom Klang her werden sie verbessert; sie bekommen mehr Liebreiz“, freut sich Kantor Werner Lamm, der derzeit nur die Tasten des Klaviers in der Simeonkirche anschlagen darf. Doch ab September wird sich das dann wieder ändern. Dann soll die Orgel fertig sein; dann wird eine Benefiz-CD mit Orgelmusik aufgenommen und es werden Orgel-Konzerte gegeben. Die Kosten für das Mammut-Projekt müssen schließlich reingeholt werden.
Doch damit haben Quathamer und sein Team nichts mehr zu tun. Zwar sind sie für den zukünftigen „modernen“ Klang der Orgel verantwortlich, doch ihr Auftrag wird nächsten Monat schon zu Ende sein. Kaum vorstellbar, denn noch liegen und stehen die Orgelpfeifen in der Kirche herum. Jede wird mit einem Hämmerchen gestimmt. Hier wird noch etwas gefeilt, da eine Öffnung bearbeitet. Dafür braucht der Orgelbauer Ruhe. Das Putzen der Pfeifen hat Harm Hansen übernommen, der mit einer Leiter an der Empore steht und die großen Pfeifen blank wienert. Jene, die aufgrund ihrer Größe nicht ausgebaut werden können. Die Orgel der Simeonkirche stammt aus den 1960-er Jahren. Die Generalinstandsetzung war notwendig, da bereits Schläuche, die zum Antrieb der Orgel benötig werden, brüchig waren. Quathamer: „Die Orgel war in keinem guten Zustand mehr. Wir mussten nur einen kleinen Teil der Pfeifen ersetzen, dafür allerdings alle Holzschleifen erneuern.“
Die sind notwendig, damit der
Organist die verschiedenen Register, der insgesamt 30, ziehen kann. Über die Höhe der Kosten der
Orgelinstandsetzung wird geschwiegen. Doch Quathamer verrät: Eine Reinigung und klangliche Überholung einer kleinen Orgel kostet zwischen 5000 und 15.000 Euro. (nk)
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