Eggert Nissen: Der neue Diakon für „50plus“

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Diakon Eggert Nissen freut sich auf seine neue Aufgabe Foto: Leuschen

55-Jähriger freut sich über seine neue Aufgabe

Barmbek Eggert Nissen sieht genauso aus, wie man sich einen typischen Norddeutschen vorstellt. Groß, sportlich, mit blitzeblauen Augen und festem Händedruck kommt der 55-Jährige bemerkenswert jugendlich rüber. Vielleicht liegt es daran, dass der Diakon 29 Jahre Kinder- und Jugendarbeit gemacht hat.
„Jetzt war es Zeit für einen Wechsel“, sagt Nissen. Die vier Kinder sind erwachsen und aus dem Haus, die Arbeit in der Gemeinde in Harburg wurde mehr und mehr zur Routine – Nissen fehlte die Herausforderung. Seit Anfang Februar ist er nun im Team der Kreuzkirche als Diakon für das „Leben im Alter 50+“ zuständig und lotet gerade aus, was das in Barmbek-Süd bedeuten kann. „Da die Stelle hier neu geschaffen wurde, kann ich sie auch selbst gestalten“, freut er sich. Seine Ausgangsfrage dabei: Woran habe ich selbst Freude? „Man muss authentisch sein, um gut mit Menschen in Kontakt zu kommen“, weiß er. Menschen haben ihn immer schon interessiert, deshalb hat der Sohn eines nordfriesischen Bauern auch nicht den Hof hinterm Deich bei Niebüll übernommen, sondern sich schon früh in der Jugendarbeit der Kirche heimisch gefühlt. An der Ev. Hochschule des Rauhen Hauses machte er seinen Abschluss als Sozialpädagoge und ließ sich als Diakon einsegnen. Seither ist er in der Gemeindearbeit dabei. Für seine neue Tätigkeit kann er sich viel vorstellen, denn schließlich hat er selbst viele Interessen: den Sport, das Pilgern und die Musik gehören dazu. „Ich möchte Menschen Erfüllung im Leben ermöglichen“, sagt er schlicht. Vor allem die „Sandwich-Generation“ hat er dafür in den Fokus genommen; diejenigen, die vielen Bedürfnissen Sorge tragen müssen: Die Arbeit wird anstrengender und fordernder, die noch nicht ganz erwachsenen Kinder brauchen Unterstützung, die Sorge um die gebrechlicher werdenden Eltern kommt dazu. Freunde sterben, der Alltag wird einsamer. „Welche Impulse kann Kirche diesen Menschen geben, damit sie ihre Zeit bewusst leben und nutzen?“, fragt er. Profane Angebote wie ein geselliger Grillabend, wo es erst einmal ums Kennenlernen geht, dürfen genauso dabei sein wie ein spirituelles Wochenendseminar zum Thema „Engel“ (30.6.-3.7.) oder eine Pilgertour in die Fischbeker Heide (28.5.). (leu)

Kontakt: Telefon 519 00 80 17, eggert.nissen@kirche-alt-barmbek.de
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