Eier-Peters Abschied

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Eier-Peter – eigentlich Peter Fohrmann – und Gattin Juliane (die manchmal aushalf) beim letzten Einsatz auf dem Markt Hartzloh Foto: ba
Barmbek „Es war Emotion pur!“ Der 64-jährige Peter Fohrmann – in Barmbek bekannt als „Eier-Peter“ – verbarg am Sonnabend seine Gefühle nicht. Der Bad Segeberger stand zum letzten Mal auf dem Markt Hartzloh und verkaufte Eier vom „Hof Spahr“ aus Fahrenkrug. Der Verkaufsstand war allerdings bald voll mit Geschenken: Kunden brachten Weinflaschen, Schokolade, Blumen - Abschiedsgeschenke für den humorvollen Marktverkäufer, der in den vergangenen zehn Jahren immer für eine Plauder-Ei aufgelegt war. „Der Humor kam immer zurück“, sagt Fohrmann, der sich mit Anfang 50 nochmal als Marktverkäufer selbstständig machte, nachdem er seinen Job als Kundendienstler in einem Möbelhaus verlor. Er wollte damals noch nicht „zum alten Eisen“ gehören und kam durch Zufall zum Eier-Verkaufen, ein Bekannter machte ähnliches. Das frühe Aufstehen (morgens vier Uhr) habe ihm – dem „Seiteneinsteiger“ – nie etwas ausgemacht. „Ich habe das Leben als Eier-Peter – den Begriff hab‘ ich selbst erfunden – geliebt“, lacht Fohrmann, der jetzt aus Gesundheitsgründen aufhört. Verkauft hat er nur in Barmbek und hier spezielle Freundschaften gepflegt: Etwa mit Kunden Guschi, der ihm jede Woche ein Wochenblatt mitbrachte. „Von mir bekam der gebürtige Segeberger dafür ‚Basse`s Blatt‘.“ (ba)
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