Eine neue Kletterwand für Dulsberg

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Die neue Kletterwand auf dem Dulsberg ist elf Meter hoch und eine tolle Herausforderung für die Jugendlichen im Stadtteil Foto: Grell

Das neue sportliche Highlight steht auf dem Gelände der Stadtteilschule Alter Teichweg

Von Karen Grell
Dulsberg
Auf dem Gelände der Stadtteilschule am Alten Teichweg ist für das ganze Viertel ein Traum wahr geworden. „Ab sofort gibt es hier nicht nur eine Boulderwand für die Kinder und Jugendlichen, sondern nun auch eine riesige Kletterwand“, sagt Projektleiter Rainer Ehmler begeistert. Letztendlich ist es auch ihm als leidenschaftlichen Kletterer zu verdanken, dass dieses Projekt an der Schule umgesetzt wurde, von dem jetzt neben der Stadtteilschule und der Grundschule auch das Haus der Jugend und das ganze Quartier profitieren sollen. „Ohne die finanzielle Unterstützung, die umfangreiche Hilfe, den guten Zuspruch und den großen Willen aller, hätten wir dieses Mammut-Projekt aber natürlich niemals schaffen können“, so Ehmler weiter. Die elf Meter hohe Kletterwand, die nur mit Sicherung bestiegen werden darf, wird aber immer nur zu bestimmten Nutzungs-Zeiten und unter Aufsicht geöffnet werden. Türen versperren zu anderen Tageszeiten den Zugang. „Das muss so sein“, betont der Projektleiter und erfahrende Kletterprofi, „um Unfälle zu vermeiden“. Die kleinere Boulderwand stehe hingegen zu jeder Zeit dem ganzen Quartier offen und sei auch eine optimale Gelegenheit, um für die Herausforderung an der großen Wand zu trainieren. „Ich war ganz schön aufgeregt als ich an die Wand ging“, verrät Manuel (12), doch „wenn man erst einmal oben ist, dann fühlt sich das richtig cool an“. „Man ist einfach stolz auf sich selber“, erklärt Lasse (11), der damit auch gleich den Hintergrund der Kletterei erkannt hat. Grenzen austesten, Mut fassen und dadurch auch mehr Selbstbewusstsein bekommen, das alles bringt die gigantische Kletterwand mit sich. Am Vormittag hauptsächlich von den Schulen und am Nachmittag von den Besuchern aus dem Haus der Jugend genutzt, soll das neue Sportgerät den ganzen Tag über optimal ausgelastet sein. „Die Lehrer sind für die Sicherung an der Kletterwand extra geschult worden“, erklärt Schulleiter Björn Lenwenus das Konzept der Eigenverwaltung. Die finanziellen Mittel hat die Schule dabei aus dem Schulverein, vom Bezirksamt, das mit 7500 Euro die Absicherung unterstützt hat, einem gewonnenen Preis von 25.000 Euro und Geld aus der Stiftung „Kinderjahre“ zusammenbekommen. „Ein großer Schritt für diesen Stadtteil“, so Ehmler, der keine andere Schule in Hamburg kennt, die eine eigene Kletterwand besitzt, die außerdem auch noch dem gesamten Viertel offen steht. Marina Nikolau, Leiterin vom Haus der Jugend, sieht in der Wand eine Herausforderung für die Jugendlichen, die hier ihre Stärken ausprobieren und gleichzeitig auch die der anderen respektieren lernen können. Lengwenus hat noch ein letztes Argument, das endgültig von der Notwendigkeit einer Kletterwand auf dem Dulsberg überzeugt: „Wer auf einem Berg wohnt, der soll auch klettern dürfen.“
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