Einsatz für naturnahe Osterbek

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Sohra hat geholfen, Kies an den Bach zu transportieren

Schüler der Stadtteilschule Barmbek unterstützten Renaturierungsaktion

Von Britta Burmeister
Barmbek-Nord. Trotz Verkehrslärm war es kaum zu überhören: Am Montag vor den Maiferien herrschte an und in der Osterbek zwischen Lämmersieth und Tondernstraße der Ausnahmezustand. Mit roten, grünen und gelben Bändern gekennzeichnete Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Barmbek wuchteten lachend und plaudernd mit Kies gefüllte Schubkarren hinunter zum Wasserlauf oder standen mit beinlangen Gummistiefeln im Bach, um Baumstämme und Steine im Gewässer zu verankern.
Iman Ahmed ist verantwortlich für die rote Gruppe. Die 18-jährige Schülerin besucht am Schulstandort Emil-Krause die gymnasiale Oberstufe und hat im Bio-Profil „Natur und Umwelt“ gelernt, wie der Lebensraum Bach funktioniert. „Wir hatten im ersten Semester das Thema „Ökologie“ und haben bei einer Renaturierungsaktion an der Wandse geholfen“, erzählt Iman. Die Arbeit hat ihren Blick verändert: „Wenn ich heute so einen begradigten Bach sehe, werde ich schon ein bisschen stinkig!“ erzählt sie. An der Osterbek sind Iman und ihre Klassenkameraden nun in die Rolle der Anleiter geschlüpft. Iman ist Koordinatorin für die rote Gruppe. Zur Vorbereitung des Aktionstages sind die Schülerinnen und Schüler des Natur- und Umweltprofils zuvor durch die Klassen getourt, um das NABU-Projekt „Eisvogel“ vorzustellen und die jüngeren Schüler dafür zu begeistern.
Ziel der Renaturierung ist es, den begradigten Bach wieder in einen naturnahen Zustand zu versetzen und als Lebensraum für Bachbewohner attraktiver zu machen. „Die Erfahrung, dass man durch sein eigenes Handeln etwas Positives erreichen kann, ist eine wichtige Erfahrung für unsere Schüler“, sagt Hubertus Heinicke, Lehrer an der Stadtteilschule Barmbek. Andreas Lampe, Leiter des NABU-Projektes Eisvogel, freute sich über die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler: „Mit so vielen Helfern kann man richtig etwas bewegen!“ so der Gewässerschutz-Experte.
Das NABU-Projekt Eisvogel wurde 2005 im Bezirk Wandsbek ins Leben gerufen, um die Renaturierung der Seebek voranzutreiben. Da beide Bäche einen Gewässerverbund bilden, lag es nahe, das Projekt an der Osterbek fortzusetzen. Unterstützt wird die Maßnahme durch das Fachamt Management des öffentlichen Raumes des Bezirksamtes Hamburg-Nord.
Der Gewässerschutz des NABU Hamburg wird gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung und die Georg und Jürgen Rickertsen Stiftung.
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