„Er hätte sich darüber gefreut“

Anzeige
Foto: Glitz

Unternehmer Michael Otto bei Straßenbenennung nach Vater Werner

Hamburg. Mit einem kräftigen Ruck ziehen Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler und Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto-Group, an einem roten Stofftuch. „Werner-Otto-Straße“ steht auf dem enthüllten Straßenschild, darunter noch der durchgestrichene alte Name „Wandsbeker Straße“. Damit ist die Umbenennung direkt vor dem Otto-Stammsitz in Bramfeld offiziell. „Es gäbe keinen geeigneteren Ort für diese Ehrung“, sagt Kultursenatorin Kisseler. Quasi aus dem Nichts habe Werner Otto das heutige Weltunternehmen 1949 gegründet. Der erste Katalog war handgebunden, hatte eine Auflage von 300 Exemplaren. Aus Anfangs drei Mitarbeitern sind mittlerweile 54.000 geworden.
„Werner Otto hat sich nie auf seinen Erfolgen ausgeruht“, so die Kultursenatorin weiter. Und: Er habe andere daran teilhaben lassen und sei sich seiner sozialen Verantwortung stets bewusst gewesen. Der 2011 verstorbene Wirtschaftspionier habe zahlreiche soziale und kulturelle Projekte finanziell gefördert, etwa die Modernisierung des Jungfernstieges oder die Kinderkrebsstation am UKE. „Mein Vater war ein bescheidener Mann, er hätte sich über diese Ehrung sicher sehr gefreut“, sagte Michael Otto. Er erinnere sich noch genau, wie er als Teenager mit seinem Vater 1957 auf dem Gelände des heutigen Firmensitzes stand. Damals eine Wiese, umgeben von Kohlfeldern. Vor fast genau 55 Jahren war dann Grundsteinlegung in Bramfeld. Die Otto-Zentrale bleibe am Standort. „Die neue Adresse ist identitätsstiftend für alle Mitarbeiter“, so Otto. (rg)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige