Fitness? Still ruht der See...

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Hier am Bramfelder See sollen Sport-und Trimm-Dich-Geräte installiert werden, wenn es nach der CDU geht. Ob es tatsächlich Bürgerwunsch ist und wie das Ganze finanziert werden soll, ist auch den Christdemokraten noch völlig unklar Fotos: Sobersko

CDU wollte Sport-Parcours in Bramfeld beantragen – und zieht jetzt zurück

Bramfeld. „Trimm Dich!“ oder „mach mal Pause“ - bei der CDU Bramfeld ist noch nicht ganz klar, welches Motto die Oberhand gewinnt...
Zunächst hatte die Fraktion auf der Sitzung des Regionalausschusses Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne den Antrag gestellt, am Bramfelder See, ähnlich wie am Appelhoffweiher in Steilshoop, Sport- und Trainingsgeräte aufzustellen. Die Begründung klang einleuchtend, man trete so dem „Bewegungsmangel der Bevölkerung und damit einhergehende Volkskrankheiten wie Adipositas oder Diabetes“ entgegen. Das führte zu einer intensiven Diskussion der Parteien, besonders ging es dabei um die Frage der Finanzierung, die als nicht gesichert gilt. Dann machte CDU-Mann Olaf Böttger einen Rückzieher: „Der Antrag wird etwa um ein halbes Jahr zurückgestellt, da derzeit bezirkliche Planungen ohnehin neue Impulse bringen könnten. Die Sondermittel sind in diesem Jahr schon verplant. In diesem Zusammenhang sollten auch Farmsen und Berne zukünftig mit bedacht werden.“

Ernsthaftigkeit bezweifelt
Jürgen Scheffer von der FDP ist ebenfalls dafür, dass nicht nur der Bramfelder See allein aufgewertet wird: „Derartige Geräte am Bramfelder See aufzustellen würde bedeuten, dass auch andere Naherholungsanlagen im Bezirk aus Gründen der Gleichbehandlung damit ausgerüstet werden müssten. Ich halte die sportliche Betätigung in Vereinen oder auch Fitnessstudios im Sinne der allgemeinen Gesundheitsförderung für geeigneter.“
Carsten Heeder von der SPD drückte außerdem seinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Antrags aus, da die CDU, wie er sagte, sich zuvor noch nicht einmal die Mühe gemacht habe, die Bürger zu befragen, ob überhaupt ein Bedarf an entsprechenden Geräten bestehe. „Grundsätzlich würden wir einen solchen Antrag auch nicht beschließen, ohne vorher zu wissen, welche Kosten durch Anschaffung und Unterhaltung verursacht werden und wie die Bürger es finden würden, wenn man diesen ökologischen Rückzugsraum, auf dem sich bereits Jogger, Fahrräder und Segways bewegen, zusätzlich noch mit Sportgeräten säumt“, so der SPD-Politiker.
Und auch Dennis Paustian-Dröscher von den Grünen weist darauf hin, dass sich der Appelhoffweiher, der ja bereits mit vielen Sportgeräten ausgestattet ist, nur wenige hundert Meter weit vom Bramfelder See entfernt befindet. Aber der Vorsitzende des Regionalausschusses betont: „Wir Grüne sind für solche Sportgeräte, die Finanzierung und der Unterhalt muss jedoch ausreichend sichergestellt werden. Wir werden uns um eine alternative Finanzierung bemühen.“ Bis dahin ruht er still, der Bramfelder See... (ts)
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