Für „Wandel ohne Härten“

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Ulli Smandek Richtfest neuer Theatersaal am Bürgerhaus (Herbst 2013) Foto: polis aktiv/wb

Was sich Ulli Smadek vom Bürgerhaus in Barmbek für 2014 wünscht

Hamburg. Das neue Jahr ist noch jung. Zeit, auf Vergangenes zurückzublicken und Ausblicke zu wagen. In den Stadtteilen ist das Hamburger Wochenblatt auch 2014 für Leser und Partner vor Ort. Das WochenBlatt hat Ulli Smandek (57) gefragt, der seit 1991 im Bürgerhaus in Barmbek arbeitet und den Stadtteil gut kennt. Seit 1994 gehört der studierte Sozialpädagoge zum Leitungsteam des Bürgerhauses.

WochenBlatt: Was war die schönste Nachricht aus Ihrem Stadtteil im Jahr 2013?
Ulli Smandek: Am 27. November fand ein Stadtteilgespräch zum Thema Fördergebiet Langenfort statt. Für das Ende der Veranstaltung war der Versuch vorgesehen, einen Stadtteilrat für Barmbek-Nord zu gründen, in dem sich Barmbeker treffen, um sich für ihren Stadtteil zu engagieren. Ich habe gehofft, dass acht bis zehn Personen sich bereit erklären. Es meldeten sich 17 Menschen! Und das ist erst der Anfang.

WB: Welches war schlechteste Nachricht?
US: Ich denke nach und finde für 2013 keine. Die Probleme für Barmbek-Nord, die ich kenne, waren bereits zu Silvester 2012 bekannt: die für den Stadtteil suboptimale Lösung für den ehemaligen Busbahnhof, die Verzögerungen beim Fuhle-Umbau, beim Bahnhof, bei der Zinnschmelze und auch beim Bürgerhaus. Neue kamen meines Wissens nicht hinzu, einiges hat sich sogar zum Guten gewendet: Die Verzögerungen waren wirklich nur Verzögerungen und nicht das befürchtete Ende.
WB: Was wünschen Sie sich für Ihr Quartier für 2014?
US: Barmbek ist im Wandel, das ist klar. Der Wandel ist in vielen Punkten gut - der Stadtteil ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht und findet den Anschluss an die innere Stadt, in die er gehört. In anderen Punkten ist er nicht aufzuhalten: Der Umbau großer Straßen und wichtiger Bahnhöfe kann einfach nicht über Nacht passieren. Und Investoren wollen nun mal Geld verdienen, und manche übertreiben dabei.

WB: Haben Sie weitere Wünsche?
US: Ich wünsche dem Stadtteil, dass sein Wandel ohne große Härten verläuft, was Verkehrsbehinderungen, Umwege, aber auch steigende Wohnungskosten angeht. Und ich hoffe, dass den Barmbekern bei recht vielen Gelegenheiten die Möglichkeit eingeräumt wird, mitzumischen. Das können sie inzwischen gut, umsichtig und kompetent.
Von den Menschen im Stadtteil wünsche ich mir, dass sie diese Möglichkeiten dann nutzen, auch wenn das viel Diskussion bedeutet und am Ende bestenfalls Mittelwege gefunden werden können. Der Anfang ist ja gemacht, es hat sich gezeigt, dass sich der Aufwand lohnen kann, und nun geht es richtig los! (ba)
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