Gagfah in Hamburg noch ohne Zeitplan

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So berichtete das Wochenblatt am 23. April

Gagfah beantragt Häuser-Sanierung

Hamburg Die Sanierungspläne der Gagfah (das Wochenblatt berichtete) – jetzt liegt ein Bauantrag für die Maßnahmen in Steilshoop vor, wie das Bezirksamt Wandsbek bestätigte. Allerdings gibt es keinen Zeitablauf. Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff (SPD) pocht wie der Mieterverein darauf, dass die Mieten im Quartier „erschwinglich“ bleiben.
Der Wohnkonzern Gagfah hat laut Bezirksamt am 30. April den Antrag für die energetische Sanierung des Gebäudes César-Klein-Ring 34 – 40 / Schreyerring 51 eingereicht, „im konzentrierten Genehmigungsverfahren“. Darin geht es um ein neues Wärmedämmverbundsystem und die dazu nötige Gerüststellung. Bezirksamtssprecherin Lena Voß: „Angaben zum Zeitablauf sind nicht enthalten.“ Wie bisher bekannt ist, möchte die Gagfah im Juli mit den Arbeiten an rund 180 Wohnungen in Steilshoop beginnen.
Kritisch werden im Wandsbeker Rathaus angekündigte höhere Mieten gesehen. Die Gagfah will acht Euro pro Quadratmeter, der Mieterverein maximal sieben Euro. Die Frage ist, welche Arbeiten nachgeholte Instandhaltung sind und wo echte energetische Sanierung vorliegt. Nur bei letzterer sind die Kosten auf die Mieter umzulegen. Dazu Bezirksamtsleiter Ritzenhoff: „Die Diskussion ist berechtigt und noch nicht abgeschlossen. Ich stehe weiterhin für erschwingliche Mieten in Steilshoop.“ Am Donnerstag, 22. Mai, treffen sich Vertreter von Mieterverein und Gagfah zu Gesprächen. Neue Bereichsleitungsvize ist Dorothee Martin, SPD-Bürgerschaftsabgeordnete aus Fuhlsbüttel. Dazu SPD-Fraktionschef Andreas Dressel: „Die Vereinbarkeit von Mandat und Berufstätigkeit ist von der Hamburger Verfassung geschützt, da wir ein Teilzeitparlament sind. Insofern werde ich Frau Martin da keine Vorschriften machen können - und will es auch nicht. Ich bin ganz sicher, dass sie alles tun wird, um Interessenkollisionen zu vermeiden.“ (sta)
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