Gastgeber in Barmbek

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Svenja Gehlhaar (l.) und Paula Höpfner wollen Neuankömmlinge willkommen heißen und unterstützen Foto: gm

„Welcome“-Initiative wächst. 2015 werden Hunderte Flüchtlinge im Stadtteil erwartet

Von Gina Müller
Barmbek/City
Nord Die Bereitschaft zu helfen ist so groß wie nie: Vergangenen Dienstag sind erneut 40 interessierte Helferinnen und Helfer jeder Altersgruppe zusammen gekommen, um sich über die Arbeit der Flüchtlingsinitiative „Welcome to Barmbek“ zu informieren und sich zu engagieren. Initiator Stephan Peiffer hatte sein Konzept im Hinblick auf die geplante Unterbringung von Flüchtlingen am Wiesendamm im November binnen einer Woche erstellt.
Obwohl die Flüchtlinge wegen mangelnder Brandschutzgegebenheiten im Gebäude dort gar nicht einziehen konnten (das Wochenblatt berichtete), vergrößert sich die Initiative zunehmend. Das Koordinationsteam umfasst mittlerweile sieben Personen. Zu ihnen gehört auch Veranstaltungsleiterin des Informationstreffens Evi Peiffer, Ehefrau des Initiators. Sie stellte die laufenden und kommenden Projekte vor. So wird das Pavillondorf im Tessenowweg um 140 Plätze erweitert und im Dakarweg werden aktuell 244 Flüchtlinge erwartet. Zu den bestehenden Unterkünften in der City Nord sollen in der Freiligrathstraße in Hohenfelde (im April werden hier Container aufgestellt), sowie in ehemaligen Gewerbegebäuden an der Heinrich-Hertz-Str. 125/Ecke Humboldtstraße und im Holsteinischen Kamp 51 insgesamt etwa 420 Personen untergebracht werden.

Qualifizierungen geplant


Barmbekerin Margret Dess möchte sich insbesondere im Stadtteil engagieren und empfindet die Arbeit mit und für Flüchtlinge als dringende Aufgabe. „Ich weiß noch nicht genau, welche Rolle ich übernehmen werde, bin aber gespannt, was es für Möglichkeiten gibt.“, erklärt sie. So könne laut der Veranstaltungsleiterin zum Beispiel der Hamburger Tafel bei der Essensausgabe geholfen und in naher Zukunft Sprachförderung erteilt werden. Für alle Ehrenamtlichen sollen sogenannte „Qualifizierungen“ erfolgen. Hierzu wird an etwa drei Abenden, beginnend im März, ein Training in der Zinnschmelze absolviert, das die Helfer entsprechend schulen soll.
Die Freundinnen Svenja Gehlhaar (26) und Paula Höpfner (25) sind begeistert: „Wir sind offen und haben keine Vorerfahrung, würden aber gerne alles an Aufgaben ausprobieren“, machen sie deutlich. Barmbek empfängt die neuen Bewohner herzlich und mit offenen Armen.
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