Gefährliche Fuhle – Teil zwei

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Schöne neue Flaniermeile, aber haben Sie die Straßeneinfahrt entdeckt? Foto: Heume

Nicht nur die neuen Kantsteine stellen eine Gefahr da, sondern auch nicht vorhandene Abgrenzung

Barmbek Eine Flaniermeile sollte sie werden, die umgestaltete Fuhlsbüttler Straße. Ja, schön wird „die Fuhle“, wenn sie denn endlich einmal fertig wird. Aber eine Flaniermeile mit Seitenstraßen? Das ist gewöhnungsbedürftig. Der kombinierte Bürgersteig und Radweg ist durchgehend gepflastert – optisch ist dagegen nichts einzuwenden. Aber nur ein schmaler grauer Streifen markiert die Einfahrt in die Drögestraße und die Ausfahrt aus der Diesterwegstraße. Keine Absenkung, kein Kantstein, nichts. Der flanierende Bürger rechnet nicht wirklich damit, dass hier jederzeit ein Auto kreuzen kann. Umgekehrt ist die schmale Einfahrt von der Fuhle in die Drögestraße für den Autofahrer zwischen den parkenden Autos kaum zu entdecken. Was ihn aber noch lange nicht daran hindert, beim Abbiegen zügig zu fahren. Vielleicht kommt er gerade aus der parallel verlaufenden Diesterwegstraße, wo er keinen Parkplatz gefunden hat, und will „schnell nochmal“ eine Runde drehen. Dass es dabei bis jetzt noch keinen Unfall gegeben hat, ist eigentlich ein Wunder – meint Heidrun Wittgräbe. Die rüstige Rentnerin beobachtet die Situation seit langem kritisch. Zwei- bis dreimal pro Woche ist sie mit ihrem Rollator in der Fuhle unterwegs. Interessiert las sie den Beitrag im Wochenblatt zum Thema „Kantsteine als Stolperfallen“. Ihrer Meinung nach stellt jedoch die Situation an den Ecken Diesterwegstraße und Drögestraße zur Fuhlsbüttler Straße eine viel größere Gefahr dar. Heidrun Wittgräbe ist niemand, der sich ständig über jede Kleinigkeit beschweren muss. Aber was diesen Gefahrenpunkt angeht, da nimmt die resolute 72-Jährige kein Blatt vor den Mund: „Die Fußgänger nehmen das doch gar nicht wahr, dass da eine Straße sein soll, mit den zwei kleinen Streifen“. Ein möglicher Lösungsvorschlag von ihrer Seite: Eine deutlichere farbliche Absetzung. Aber das würde dann „wahrscheinlich wieder das ästhetische Empfinden der Stadtplaner stören.“ (ruh)

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