Große Enttäuschung

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Bramfelds Detlef Wulff (l.) schießt auf das gegnerische Tor, doch kann sein Schuss von einem Vier- und Marschländer abgeblockt werdenFoto: Thomas Hoyer

Senioren des Bramfelder SV verlieren Pokalfinale mit 1:2

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Der große Traum hat sich nicht erfüllt: Im Finale des E.W. Schröder-Pokals unterlagen die Super-Senioren („Ü55“) des Bramfelder SV trotz überlegen geführter Partie den Oldies des SC Vier- und Marschlande mit 1:2.
Die Bramfelder beherrschten von Beginn an klar das Geschehen, doch war es der Gegner, dem bei seinem ersten gefährlichen Angriff nach Stellungsfehler von Eckehard Schulz mit einem Schuss aus spitzem Winkel das 1:0 gelang (6.). Aber der BSV schlug kaum 120 Sekunden später zurück. Einen herrlichen Pass von Hans-Peter Podlech in die Spitze verwertete Andreas Müller aus sechs Metern zum Ausgleich. Die Bramfelder, die auf dem Weg ins Finale Victoria (1:0), die SG Glinde/ Billstedt-Horn (4:0) den Oststeinbeker SV (4:3) und die SG Holm/ Hettlingen/ Wedel (2:0) besiegt hatten, agierten in der Folge wie eigentlich das ganze Spiel über dominierend. Doch die defensiv eingestellten Vier- und Marschländer fingen nicht nur alle Angriffe vor ihrem Strafraum ab, sondern legten in der 18. Minute den erneuten Führungstreffer vor, als sich die rechte BSV-Abwehrseite überlaufen ließ und ein Spieler den anschließenden Querpass aus kurzer Distanz mit dem Körper über die Linie drücken konnte. Ausgleichschancen gab es kaum. Ein Schuss von Andreas Müller über das Tor, ein Kopfball von Harry Raths knapp am Gehäuse vorbei und ein vergebener Hochkaräter von Podlech, der sich für einen Querpass entschied, anstatt selbst in aussichtsreicher Position zu schießen - mehr Möglichkeiten gab es nicht. „Man hat heute gesehen, dass uns ein Mittelstürmer fehlte, den man im Strafraum anspielen kann“, so Spielertrainer Wilfried Grote. „Nach elf Jahren standen wir endlich wieder im Finale und dann so eine Enttäuschung“.
Im 1992 gründeten BSV-Seniorenteam befinden sich mit Wilfried Grote, Kurt Napientek, Herbert Riepen, Horst Riebensehl Hans-Peter Podlech und Bernd Luttermann, dem mit 66 Jahren ältesten Spieler, noch sechs Kicker der ersten Stunde. Zum 22-köpfigen Aufgebot gehören auch etwas jüngere Semester wie die früheren bekannten Ligaspieler Heino Pudel und Harald Raths. Die Erfolgsliste der Mannschaft ist lang. Alleine in den letzten elf Jahren wurde das Team fünfmal Staffelmeister und viermal Zweiter und einmal dritter Nur in der abgelaufenen Saison lief es nicht richtig, vor allem was die Hinserie betrifft, in der die BSV-Oldies nur magere zehn Punkte einfuhren, wobei sich das Fehlen einiger wichtiger Kicker negativ bemerkbar machte. In der Rückrunde kam die aberwehrstarke Truppe besser in Schwung, holte 23 Zähler. Zu mehr als Rang sechs reichte es allerdings nicht. Von den 52 geschossenen Toren erzielte Harry Raths als treffsicherster Schützen in 13 Partien 14 Tore. Hervorzuheben sind auch Vorstopper Dieter Herran-Raabe und Stürmer Detlef Wulff, die in keinem der 25 Vorbereitungs-, Punkt- und Pokalspiele fehlten. Enttäuscht verließen auch die U32-Kicker des HSV Barmbek-Uhlenhorst den Platz. Im Finale des Otto-Hacke-Pokals zog das Team um Spielertrainer André Rathje gegen Halstenbek-Rellingen mit 2:4 den Kürzeren.
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