Große Feier im Hamburger Familienzentrum

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Mitarbeiter des SOS-Familienzentrums (von links): Fatma Akdemir mit Tochter, Stefan Woywode, Tamara Fricke, Sabrina Szcupak und Torsten Rebbe Foto: Grewe/wb

SOS-Treff auf dem Dulsberg wurde erweitert. Am 9. Mai kommt auch Dana Schweiger

Florence Zimmermann geht mit ihren drei Kindern schon seit Jahren im SOS-Kinderdorf auf dem Dulsberg (Elsässer Straße 27a) ein und aus. Mit seinen „Ambulanten Hilfen und Beratung“ hat sich der Treff seit über 30 Jahren im Stadtteil etabliert. Am 9. Mai gibt es einen Anlass für eine große Feier: Das neue SOS-Familienzentrum wird mit einem Frühlingsfest eingeweiht.

Von 15 bis 18 Uhr haben Besucher die Gelegenheit, die neue Einrichtung als offenen Anlaufpunkt für die Menschen des Stadtteils kennenzulernen. „Wir wollen ein nachbarschaftliches Miteinander fördern. Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenslagen finden hier ein Angebot und liebevolle Betreuung unter einem Dach“, formuliert es Torsten Rebbe, Leiter des SOS-Hilfsverbundes Hamburg. Zur großen Feier wird auch Unternehmerin Dana Schweiger („Belly Button“) als Schirmherrin des SOS-Familienzentrums Hamburg vor Ort sein.
Monatelang wurde im SOS-Kinderdorf renoviert, aus- und umgebaut. Als die neuen Räume fertig waren, wurden sie im November 2013 gleich in Betrieb genommen. Höchste Zeit, die Einweihung jetzt mit einer Feier zu begehen, denn das neue Zentrum bietet für Familien noch viel mehr. Herzstück des zirka 300 Quadratmeter großen Treffs in der Elsässer Straße 27 a ist das Café „Krümel“. Es ist viel größer und durch den Durchbruch mit offener Glaswand viel schöner geworden. Die neue Leiterin Sabrina Szczupak ist stolz auf ihren Arbeitsplatz: „Hier kommen sich alle beim gemeinsamen Frühstücken näher, es ist eine Art Netzwerk im Stadtteil.“ Größer und attraktiver ist auch der „Klecks“ Kinder-Kleider-Laden geworden. Zirka 25 Quadratmeter ist der neue Raum groß, in dem Kleider, Schuhe und Spielzeug gegen einen kleinen Obolus angeboten werden. „Kleidung, die bei uns abgegeben wird, wird aufbereitet, so dass sie anschließend wie neu ist. Kleidchen, T-Shirts, Schmusetiere – alles ist übersichtlich angeordnet und findet besten Absatz. Gerade zum Saisonwechsel, wenn die neuen Klamotten eintreffen, ist hier mächtig was los“, freut sich Torsten Rebbe.
Projektleiter im neuen Familienzentrum ist Stefan Woywode. Er ist froh, dass der SOS Hilfsverbund jetzt Kindern und Familien in Dulsberg noch gezielter helfen kann: „Denn gerade hier ist der Alltag häufig sehr belastend. Im Stadtteil leben viele Familien mit Migrationshintergrund oder sehr geringem Einkommen. Auch der Anteil alleinerziehender Mütter und Väter liegt über dem Hamburger Durchschnitt.“ In über 40 Prozent der Haushalte mit Kindern lebt nur ein Elternteil.

Drei Meinungen


Fatma Akdemir:
„Wir unterstützen uns alle untereinander“:
Fatma hat eine dreieinhalbjährige Tochter. Die 32-Jährige ist Honorarkraft im Familienzentrum, leitet schon länger die Kindergruppen. „Die Kleinen kommen in Begleitung von Mutter, Vater oder Oma. Wir sprechen dann über die Alltagssorgen und unterstützen uns untereinander. Das hilft den meisten enorm. Besonders unser Café ist eine Art kleines Netzwerk“.

Florence Zimmermann: „Für mich ist es eine zweite Heimat“:
Die 27-Jährige zog vor drei Jahren nach einer gescheiterten Ehe von Bremen nach Hamburg in den Stadtteil Dulsberg. Ihrer Tochter bereitete der Umzug große Probleme, sie hatte seelische Störungen. Für die Mutter war das Familienzentrum ein großer Halt. Heute hat sie drei Kinder, das jüngste, Nico, ist ein halbes Jahr alt. Die gelernte Verkäuferin ist wieder glücklich verheiratet. „Wir nutzen die Musikangebote, die Bewegungsgruppen, Backkurse und nehmen am gemeinsamen Frühstücken teil. Das ist eine tolle Einrichtung!“

Sabrina Szczupak:
„Ich achte auf gesunde Ernährung“: Die 33-Jährige hat gerade die Leitung des Café „Krümel“ übernommen. Aufgewachsen ist sie von 1989-99 im SOS-Kinderdorf Harksheide. Die gelernte Friseurin ist heute Honorakraft im Familienzentrum. Die neue Aufgabe begeistert sie: „Besonders freue ich mich immer auf Mittwoch. Dann wird in der neuen Küche gekocht. Ich lege Wert auf gesunde Ernährung mit wenig oder ohne Fleisch“.

(eg/wb)
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