Grünes Haus: Antrag „erledigt“

Claus-Joachim Dickow, Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord hält die Stellungnahme des Denkmalschutzamtes für nichtssagend. Foto: Kuchenbecker/pi
Barmbek. Für das grüne Haus an der Hufnerstraße 122, dem so genannten „Haus der Hoffnung“, gibt es selbst keine Hoffnung mehr. Jetzt haben sogar Politiker von FDP und SPD ihren eigenen Antrag für „erledigt“ erklärt, da die negative Stellungnahme des Denkmalschutzamtes ihnen keinen Spielraum mehr lässt.
SPD und FDP hatten sich in letzter Sekunde mit einem Antrag im Unterausschuss für Bauprüfangelegenheiten gegen den Abriss des Hauses ausgesprochen. Claus-Joachim Dickow, Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord: „Unseren Antrag haben wir für erledigt erklärt, weil das Denkmalschutzamt sich ja nun auch schriftlich eindeutig positioniert hat. Ich sehe aus rechtlichen Gründen nun keine Möglichkeit mehr, den Abriss zu verhindern.“
Dabei hatte sich das Denkmalschutzamt bereits vor zwei Wochen öffentlich zu dem Thema geäußert. Demnach wiege die Verlegung der Haustür, dass man dem Haus keine Denkmalschutzwürdigkeit zusprechen könne.
FDP bedauert
Die FDP-Fraktion bedauert die Entscheidung des Denkmalschutzamtes. Ihrer Ansicht nach widerspreche sich das Amt selbst mit seiner Aussage, dass der Erhalt des Hauses als Überrest der historischen Bebauung Barmbeks wünschenswert wäre, so Dickow. Diese als Hauptgrund für die mangelnde Denkmalwürdigkeit genannte Tatsache sei eher ein Argument, wenigstens dieses eine Gebäude zu erhalten, führt Dickow weiter aus. Das Amt verhalte sich nicht konsequent, da es ähnliche Häuser unter Denkmalschutz gestellt habe. Der Politiker verweist auf Denkmäler wie 525 (Große Reichenstraße 27, Afrika-Haus). Dickow: „ Auch der Verweis auf die Umbauten ist nicht zielführend. Schaut man sich viele unter Denkmalschutz gestellte Gebäude an, sind dort zum Teil erhebliche Veränderungen gegenüber dem Urzustand vorgenommen worden.“
Für Dickow bleibt unverständlich, wieso das Denkmalschutzamt sich nicht zu einer Unterschutzstellung des Bestandsgebäudes Hufnerstraße 122 durchringen konnte. (nk)
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