Gut geschaukelt in Hamburg

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Die neue Schaukel wurde beim Sommerfest gebührend eingeweiht Fotos: Ehrhorn

Kleingartenbauverein: Mietvertrag bis zum Jahr 2025

Von Christian Ehrhorn
Hamburg. Der Kleingartenbauverein Habichtshof e.V. veranstaltete das alljährliche Sommerfest – allerdings in diesem Jahr unter einem richtig guten Stern: Der Mietvertrag, der auf der Kippe stand, wurde jetzt bis 2025 von der Stadt verlängert.
Viele waren gekommen, Jung und Alt, um mit dem KLGBV-Habichtshof das Sommerfest zu feiern. Die Mitglieder hatten einiges für die Feier auf die Beine gestellt, besonders für die kleinen Gäste. So war auf dem Spielplatz des Vereinsgeländes eine große Hüpfburg aufgebaut, es gab einen Kicker-Tisch und Schminken für die Kinder. Doch das Highlight war die neu gebaute Schaukel. Diese wurde für 3.000 Euro angeschafft, finanziert durch Troncmittel der Stadt (als Troncmittel werden Gelder bezeichnet, die aus Steuereinnahmen der Spielbanken gewonnen werden). Besonders die SPD-Politiker Jens-Peter Schwieger und Regina-Elisabeth Jäck hatten sich für die Vergabe des Geldes an den Verein eingesetzt. „Wir sind den Politikern sehr dankbar dafür, dass sie sich für uns stark gemacht haben“, freut sich Beate Wutzke, 2. Vorsitzende des Vereins.

Starke Gemeinschaft

Der Leiter des Bezirksamtes Wandsbek, Thomas Ritzenhoff, lobte in einer kurzen Rede „die starke Gemeinschaft in diesem Verein, die in Hamburg wohl einzigartig ist“. Diese starke Gemeinschaft liegt vermutlich auch in der langen Geschichte KLGBV begründet. Bereits 1922 wurde er als Verein eingetragen.
Als während des 2. Weltkrieges





große Teile von Hamburg zerstört wurden, begann man sich in den Gartenlauben häuslich einzurichten. Ab 1943 wurden die Behausungen winterfest gemacht. Die Bewohner fingen an die Kolonie zu erschließen, ein Vereinshaus wurde 1954 fertiggestellt. Es wurde zum kulturellen Mittelpunkt der Siedlung – und ist es heute noch. Im Verein wird den Mitgliedern einiges geboten, wie zum Beispiel Sport- und Spielaktivitäten oder der Vereins-Chor. Zudem ist der
vereinseigene Spielplatz öffentlich und jederzeit zugänglich.

Renovierung startet

Vor Kurzem gab die Stadt bekannt, dass sie das Grundstück des Vereins, auf dem das Vereinshaus steht, verkaufen möchte. Der Mietvertrag war abgelaufen. Das wollten die Mitglieder aber nicht einfach so hinnehmen. Sie wurden aktiv und zeigten der Politik, wie wichtig der Verein und dieses Gelände für die Siedlung ist. Mit Erfolg. Die Stadt lenkte ein und verlängerte die Festlaufzeit des Mietvertrages bis 2025. „Jetzt können wir auch endlich mit dringend nötigen Renovierungsarbeiten im Vereinshaus beginnen. Die Verlängerung des Mietvertrages gibt allen im Verein neuen Elan. Jetzt können wir positiv in die Zukunft blicken“, erklärt Schatzmeister Andreas Nandy.
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