Hamburg: „Auch Aktuelles aufgreifen“

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Dr. Rita Müller, Direktorin des Museums der Arbeit, auf dem Museumshof Foto: Leuschen

Dr. Rita Müller ist seit 100 Tagen Direktorin im Museum für Arbeit

Hamburg. Auch nach den ersten gut 100 Tagen im Amt ist für Dr. Rita Müller, neue Direktorin des Museum der Arbeit, vieles spannend und aufregend. „Neuer Job, neue Stadt, neue Wohnung, da kommt man nicht zur Ruhe“, bilanziert die 48-Jährige. Doch der Wechsel in eine Leitungsfunktion eines so großen Hauses wie das in Barmbek war reizvoll für die gebürtige Mannheimerin.

Sie war zuvor in Chemnitz tätig

Die Historikerin und Germanistin war seit 2001 am Sächsischen Industriemuseum in Chemnitz für die Projektleitung großer Sonderausstellungen verantwortlich. 2010 übernahm sie die kommissarische Leitung der Außenstelle Tuchfabrik Gebr. Pfau (ehemals Westsächsisches Textilmuseum Crimmitschau), zudem ist sie Sprecherin der Fachgruppe Technikhistorische Museen im Deutschen Museumsbund. Zum 1. Januar 2014 übernahm sie die Leitung des Museums der Arbeit und folgte damit Kirsten Baumann, die als Direktorin zum Landesmuseum Schloss Gottorf wechselte.
„Ich kann mich dafür begeistern, mit Objekten und nicht nur mit Dokumenten zu arbeiten“, erklärt Rita Müller ihre Faszination für Industrie-Museen. Maschinen in Funktion zu sehen, der spezielle Blick, Lebenswelten über die Arbeit zu erkunden, das gefällt ihr am Museum der Arbeit. Gern möchte sie den Weg, den das Museum mit Sonderausstellungen bereits eingeschlagen hat, weiter verfolgen: „Ich möchte gern aktuelle Fragen aufgreifen wie das mit der Ausstellung zu Wanderarbeitern gelungen ist.“

Neue Ausstellung zum Thema Mobilität

Veränderungen in den Fokus zu nehmen, das kann sie sich vorstellen als eine Richtung, um Museen von der Vorstellung zu befreien, dort finde nur die Vergangenheit statt. Dazu passt auch die am 9. Mai beginnende Ausstellung „Das Fahrrad. Kultur. Technik. Mobilität.“, die das hochaktuelle Thema Mobilität in den Mittelpunkt stellt.

Kooperation mit anderen Häusern denkbar

Eine Weitung des Spektrums der Dauerausstellung findet Rita Müller wünschenswert, um den Schwerpunkt Druck und Metall zu ergänzen und einen roten Faden zu finden. „Das braucht Zeit“, weiß sie. Auch Kooperationen mit anderen Häusern ähnlicher Ausrichtung kann sie sich vorstellen, um Ausstellungen ins Haus zu holen.
Aktuell käme dazu eine Internationale Wanderausstellung zum Thema Zwangsarbeit infrage, die von der Stiftung EVZ (Erinnerung, Verantwortung, Zukunft) mit vier Millionen Euro gefördert wird. Sie war. schon in Berlin und Dortmund zu sehen. Schirmherr ist Bundespräsident Joachim Gauck. (leu)
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