Hamburg: Aufstiegsspiele verloren

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Kevin Trapp (l.) versucht Süderelbes Kapitän Mirco Bergmann zu stoppenFoto: Hoyer

USC Paloma hofft trotzdem auf freien Platz in der Oberliga

Von Thomas Hoyer
Hamburg. Steigt der USC Paloma in die Oberliga auf oder nicht? Diese Frage konnte auch im zweiten Aufstiegsmatch nicht geklärt werden. Die Barmbeker zogen zwar am vergangenen Freitag nach einer 1:2-Niederlage gegen den FC Süderelbe im Rückspiel mit 1:3 abermals den Kürzeren, doch können sie hoffen, dass der Einspruch und eine mögliche Berufung des Oststeinbeker SV gegen die Zurückstufung in die Kreisklasse scheitern und dadurch ein zusätzlicher Platz in Hamburgs höchster Klasse frei wird.
Aber darauf hatten Trainer Marco Krausz und seine Mannen vor der zweiten entscheidenden Partie sicher nicht gesetzt. Nachdem man das erste Spiel auf das Gegners Platz mit 1:2 verloren hatte, musste unbedingt ein Sieg her, zumindest ein 2:1, um ein Elfmeterschießen zu erreichen. Zunächst aber taten sich die Gastgeber vor der stattlichen Kulisse von über 500 Zuschauern auf dem Schützenhof sichtlich schwer. Der Gegner war in den ersten 20 Minuten bedeutend präsenter und ging durch ein Kopfballtor von Marcel Rodrigues gegen Palomas indisponierte Abwehr nicht unverdient in Führung (19.). Mit zunehmender Spieldauer fanden die Gastgeber dann aber besser in die Partie. In der 34. Minute vergab Philipp Stamer das sichere 1:1, als er nur den Außenpfosten des vom gegnerischen Keeper verlassenen Tores traf. Doch drei Minuten später war es soweit, Süderelbes Schlussmann Dennis Lohmann konnte einen Schuss von Timo Adomat nur an die Unterkante der Latte lenken, den zurückspringenden Ball staubte Sven Drews zum Ausgleich ab. Die Pause tat den Barmbekern überhaupt nicht gut, denn nach dem Seitenwechsel war der Schwung dahin, auch wenn es noch eine gute Chance durch Visar Galica (59.) und einige Ecken gab. Als dem Gegner nach einem schönen Konter das 2:1 gelang (63.), war der Aufstieg so gut wie entschieden, denn Paloma hätte noch drei Tore schießen müssen, um nicht auf eine Entscheidung am Grünen Tisch angewiesen zu sein. Doch bei Hamburgs Pokalsieger war trotz aller Bemühungen die Luft raus, und man kassierte sogar noch den dritten Treffer (83.).
Nur einmal wurde es vor dem Gehäuse des Gegners gefährlich, als Kevin Franz aus zehn Metern am Torwart des Oberligaaufsteigers scheiterte (88.). „Man hat gemerkt, dass es in den vergangenen Wochen einfach zu viele Highlights mit den Spielen gegen Victoria, VfL 93, TSB Pinneberg und Condor gab“, so Palomas Co-Trainer David Schussmüller, der vor dem Spiel verabschiedet wurde und ein Jahr „Papa-Urlaub“ nimmt. „Schon im Training war zu sehen, wie schwer es ist, die Mannschaft über die Saison hinaus noch einmal richtig zu motivieren. Ich denke Süderelbes Siege und der Aufstieg sind verdient.“
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