Hamburg: Bei Pokémon in der ersten Liga

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Hier spielen sogar Eltern gegen Kinder: In der Bramfelder Pokémon-Liga kommt es nicht aufs Alter an, sondern auf die Leidenschaft fürs Spielen mit den Sammelkarten Fotos: Schlink
 
Fantasiefiguren auf Karten mit verschiedenen Stärken und Schwächen müssen gegeneinander gelegt werden

In Bramfeld hat sich ein Top-Treff für das Sammelkartenspiel etabliert

Hamburg. Mit einem Donnerschock streckt Pikachu - eine Art pausbäckige gelbe Maus - das gegnerische Glurak - einen feuerspeienden Drache – nieder. Glurak ist aus dem Spiel, die Karte wird vom Feld genommen... Die japanischen „Taschenmonster“, wie die Pokéman übersetzt heißen - begannen 1996 ihren Siegeszug um die ganze Welt. Seit etwa 15 Jahren hat sich das Sammelkartenspiel von Pokémon in Deutschland etabliert. Basierend auf den berühmten Videospielen wird es auch heute noch, besonders in den asiatischen Ländern, gespielt. Und auch in Bramfeld hat sich seit 2000 eine richtige Szene entwickelt. Jeden Freitag kommen Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene im Bramfelder Kulturladen (Brakula) zusammen, um ihre Leidenschaft miteinander zu teilen. Möglich gemacht haben das Heidi Bauer und ihr Sohn Michael, die die Initiatoren der Bramfelder Pokémon Liga sind. „Wir sind die größte und älteste Liga dieser Art in Deutschland und stolz darauf!“, sagt die 59-jährige Gründerin. Was als Tauschbörse für die Karten begann ist heute eine feste Institution geworden. Interessenten, auch aus anderen Bundesländern, kommen vorbei, um sich auszutauschen, zu informieren oder Wettkämpfe auszutragen.
In entspannter Atmosphäre wird an den Plätzen um den Sieg gekämpft. Gespielt wird meist „eins gegen eins“. Jeder Spieler hat dabei ein 60 Karten umfassendes Kartendeck. Ziel des Spiels ist es mittels der eigenen, verschieden starken Pokémon, diejenigen seines Gegenübers zu besiegen. Das Spiel endet, sobald ein Spieler keine Pokémon mehr im Spiel, oder sechs Pokémon seines Gegners besiegt hat. Da jede Karte ihre Stärken und Schwächen hat, muss man gut taktieren, um zu gewinnen. Belohnt wird man dann mit Punkten, mit denen man nicht im Handel erhältliche Preise gewinnen kann. „Diese Preise werden uns von einem Sponsor extra für die Pokemon Liga bereit gestellt und sind kostenlos“, erklärt Heidi Bauer. Auch Verlierer bekommen Punkte und können so die Preise gewinnen. Das sorgt auch für eine rundum gute Stimmung bei den Teilnehmern. In der Regel sind es um die 30 Personen – im Alter von vier bis 46 Jahren, die freitags von 16-18:30 Uhr zusammenkommen. Björn Becker, Leiter der Pokémon Turniere, berichtet, dass viele der Spieler die Liga auch nutzen, um sich auf die Turniere vorzubereiten. „Am 3. und 4. Mai finden im Congress Center Bochum die Deutschen Meisterschaften statt, bei denen wir Bramfelder ja auch ganz erfolgreich sind“, verrät Björn Becker. Damit meint er, dass sowohl der amtierende Deutsche Meister als auch der Vizemeister der Bramfelder Pokémon Liga angehören.
Joshua Galys (17) ist der amtierende Vizemeister. Neben den tollen Leute und dem Spaß an der Sache macht das Kartenspiel vor allem eines für ihn aus: „Es ist richtig anstrengend für den Kopf. Man muss sich immer voll konzentrieren und neue Strategien entwickeln. Das ist wie Schach mit bunten Bildern!“, schwärmt er vom dem Spiel mit den Fanatsiefiguren.
Der Einstieg in die Liga ist jederzeit möglich und noch dazu kostenlos und unverbindlich. „Für junge Teilnehmer ab fünf Jahren bieten wir sogar eine abgewandelte, einfache Spielvariante an, damit das auch jeder lernen kann“, sagt Initiatorin Heidi Bauer. Vorkenntnisse sind demnach nicht erforderlich Infos dazu unter: www.pokemonliga-hamburg.de (msk)
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