Hamburg: Funke springt endlich über!

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Die Mitglieder der Selbsthilfewerkstatt blicken wieder zuversichtlich in die Zukunft

Bezirksamt und die bald heimatlose Selbsthilfewerkstatt finden zum Gespräch

Hamburg. Am 28. Mai berichtete das Wochenblatt über den Rauswurf der Zweirad Selbsthilfewerkstatt „Z.A.N.K e.V.“ aus ihren Räumlichkeiten an der Ecke Alter Teichweg/Krausestraße. Der Grund: im Bebauungsplan „Dulsberg 6“ ist eine andersartige Nutzung dieser Fläche vorgesehen. Es herrschte Unsicherheit, ob, wie oder wo es mit der Stadtteilinitiative weitergeht. Der Dialog mit dem Bezirk lag lange auf Eis – doch vergangene Woche sprang der Funke endlich über.
Am Montagvormittag stand Bezirksamtsleiter Harald Rösler überraschend vor der Tür der Selbsthilfewerkstatt, um sich vor Ort einen Überblick über die örtlichen Gegebenheiten zu machen. Er hatte den Artikel im Wochenblatt gelesen und wollte sich die Werkstatt einmal anschauen. Zufälligerweise war der Vorstand von „Z.A.N.K e.V.“, Ingo Amds, auch vor Ort.

Man kennt und schätzt sich

Da Amds politisch aktiv ist, kennen sich beide aus Haushaltsausschüssen. Die Beziehung zwischen Harald Rösler und Ingo Amds sind gewachsen, man schätzt sich gegenseitig als „verlässliche Partner, die ihre Zusagen einhalten.“ Nach einem regen Austausch sicherte der Bezirksamtsleiter zu, dass er „auf einer Lösung rumdenken werde.“ So kehrt die Hoffnung in die Zweirad Selbsthilfewerkstatt e.V. zurück, dass es mit diesem im Stadtteil verwurzelten Projekt in Zukunft weitergeht.

Es tut sich was in Politik und Verwaltung

Nach der Kontaktaufnahme durch Bezirksamtsleiter Harald Rösler nahm der Dialog Fahrt auf. Wenig später meldete sich Annemarie Weidemann vom „Sozialen Wohnraummanagement“ bei dem Verein gemeldet und ließ sich den notwendigen Platzbedarf erklären.
Auch politische Signale gibt es: Die beiden SPD-Politiker Alexander Kleinow und Rüdiger Wendt stellten eine Kleine Anfrage über den zukünftigen Verbleib von Z.A.N.K.. In der Antwort heißt es, dass „das Bezirksamt im Rahmen seiner Möglichkeiten den Verein bei der Suche nach einem Alternativstandort im Quartier unterstützt.“ Eine Aussage, die die Dulsberger Initiative noch mehr hoffen lässt.
Für den 22. August hat sich Alexander Kleinow für einen Besuch beim Verein angekündigt, um den Dialog weiter aufrechtzuerhalten und eventuell sogar eine Lösung zu finden, die allen Beteiligten gerecht wird.(sdo)
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