Hamburg: Licht für den Frieden

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Das Friedenslicht wird geteiltFoto: Annelott Bader/wb

Pfadfinder bringen Feuer von Wien bis nach Barmbek

Hamburg. Traditionell gehört der letzte Adventssonntag in der Barmbeker Auferstehungskirche im Tieloh den Pfadfindern. „Das ist ihr Gottesdienst“, sagt Pastor Rainer Hanno und meint damit die Jungen und Mädchen des Stamms Astrid Lindgren des Vereins Christlicher Pfadfinder (VCP).
Zum Gottesdienst gehört auch das Teilen des Friedenslichtes. In diesem Jahr stand die Friedenslichtaktion unter dem Motto „Friede sei mit dir – Shalom – Salam“ und setzte Zeichen für interreligiösen Dialog. Rainer Hanno hat die Erfahrung gemacht, dass sich bei der Aktion mehr entzündet als ein Licht: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie wichtig den Jugendlichen diese Aktion ist.“
Am dritten Adventssonntag war das Licht von Pfadfindern mit der Bahn von Wien nach Hamburg geholt worden. Es wurde in der zentralen Friedensfeier der Christuskirche Eimsbüttel an Hamburger Pfadfinderinnen und Pfadfinder verteilt, auch an die des Stamms Astrid Lindgren.

„Seither ist es gehütet worden – in einer Badewanne, damit nichts passiert“, erzählt Rainer Hanno schmunzelnd. So konnten die Besucher beim Gottesdienst das Licht in ihren mitgebrachten Laternen nach Hause tragen. Von hier aus wurde es auch auf die anderen Kirchen in Barmbek-Nord verteilt. In vielen Familien brennt das Licht bis ins Neue Jahr. In der Auferstehungskirche werden im Gottesdienst vor dem Dreikönigsfest noch die Altarkerzen mit dem Friedenslicht angezündet werden, bevor es gelöscht wird.

Die Idee zum Friedenslicht, das in den meisten europäischen Ländern und in den USA ein Zeichen für den Frieden setzen soll, entstand 1986 im Österreichischen Rundfunk (ORF): Ein Licht aus Bethlehem soll als Botschafter des Friedens durch die Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden. Entzündet wird es in der sogenannten Geburtsgrotte Jesu, in einer „Hochsicherheitslampe“ reist es per Flieger nach Wien. (leu)
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