Hamburg: Maibaumfeier auf dem Marktplatz

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Die Wochenblatt-Grafik hat den Maibaum schon einmal vorempfunden. Der Stamm hat die Farben des Nordens - rot, weiß und blau
 
Peter Lüth (l.) und Heinz C. Harms vom HeimatvereinFoto: ba

Auftakt einer Tradition: Am 1. Mai von 11 bis 14 Uhr gibt‘s Tanz und Musik

Hamburg. Was lange währt, wird endlich gut: Der erste Bramfelder Maibaum ist da und wird am Donnerstag, 1. Mai, um 11 Uhr auf dem Bramfelder Marktplatz aufgestellt.
Initiiert hatte das Unterfangen der Heimatverein „Up ewig ungedeelt“ von 1895 e. V.. Der Vorsitzender Heinz Curt Harms (84) wollte etwas Traditionelles im Stadtteil etablieren. Und ein Maibaum erschien dem Bankfachmann im Ruhestand genau das Richtige zu sein. Gemeinsam mit Vereinsmitgliedern wie Peter Lüth engagiert er sich schon seit über drei Jahren für die Umsetzung des Projekts „Bramfelder Maibaum“ – dabei galt es einige Hürden zu umschiffen, angefangen bei der Finanzierung über die Beschaffung, die Lagerung bis zum Standort. Geld gab‘s unter anderem von der Bezirksversammlung (4.000 Euro), aber auch private Spender gaben 500 Euro. Ein süddeutsches Unternehmen hat den zwölf Meter langen, teilbaren Baum aus Aluminium jetzt gefertigt und geliefert, gelagert wird er in der Marktplatz Galerie und das Bauamt sorgte dafür, dass auf dem neuen Marktplatz ein entsprechender Einsatz für den Maibaum eingebaut wurde. Am 1. Mai hilft die Freiwillige Feuerwehr Bramfeld bei der Aufstellung. Technisch nicht ganz unkompliziert: Der Maibaum – übrigens in den Farben rot, weiß, blau geschmückt – und ein 150 Kilogramm schweres Gegengewicht müssen in eine so genannte Maibaumhülse eingesetzt werden. Die Maibaumfeier am 1. Mai soll bis 14 Uhr dauern, zwei Trachtentruppen und die Bramfelder Liedertafel werden auftreten, die Feuerwehr bringt ihre Gulaschkanone mit und voraussichtlich auch ihr Blasorchester. Der Eintritt ist kostenlos.

Lange Geschichte

Die Gründer des Vereins waren Schleswig-Holsteiner, denn bis 1937 gehörten auch Bramfeld, Hellbrook und Steilshoop zu dem Land zwischen Nord- und Ostsee. Damit zählt der Heimatverein heute zu einem der ältesten Vereine in der Freien und Hansestadt Hamburg. Er ist Mitglied der ARGE Wandsbek (Arbeitsgemeinschaft der Bürger- und Heimatvereine), des „Zentralausschuss Hamburgischer Bürger-, Heimat- und Kommunalvereine“ sowie des „Institut für niederdeutsche Sprache“ in Bremen. „Wir wollen den Heimatgedanken und die niederdeutsche Sprache pflegen“, erklärt Heinz Curt Harms die Ziele.
Außerdem organisieren die Vereinsmitglieder ehrenamtlich regelmäßig Ausflüge und Studienfahrten. Der Heimatverein unterhält eine Bibliothek mit rund 3.000 Büchern und Schriften einschließlich etwa 800 Bänden in Niederdeutsch sowie ein Archiv mit umfangreichem Dokumentationsmaterial (u.a. über Bramfeld) und rund 10.500 Dias. Die Bibliothek umfasst eine Sammlung niederdeutscher Schriften zum Beispiel von Klassikern wie Klaus Groth, Fritz Reuter, Johann Hinrich Fehrs, über Lyrik und Prosa bis hin zu Veröffentlichungen „Hör mal’n beten to“ sowie Autorenbiografien. Hinzu kommen plattdeutsche Lehr- und Lernbücher. Sowohl Bibliothek als auch Archiv werden durch ehrenamtliche Mitarbeiter fortlaufend ergänzt und durch Mitgliedsbeiträge und Spenden unterhalten. (ba)

Heimatverein „up ewig ungedeelt“ Fritz-Reuter-Str. 11 f, Tel.: 641 69 76 (Heinz C. Harms)
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