Hamburg: Neue BMX-Bahn – bereit für Olympia

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Oskar (8, l.), Laurin Tobias (9, M.) und Mats Jonas (13) nach den ersten Runden auf der neuen Rennstrecke Foto: grell

250 junge Radsportler aus ganz Deutschland kamen zum 5. Nordcup-Lauf nach Farmsen

Von Karen Grell
Hamburg. Mit der Eröffnung der BMX-Anlage am Neusurenland im Farmsen habe der Stadtteil schon einen ersten Schritt in Richtung Olympia gemacht, falls Hamburg den Zuschlag bekommen sollte. „Die ganze Welt blickt auf Farmsen“, zeigen die Verantwortliche der Radsportgemeinschaft im Stadtteil auch Selbstbewusstsein in XXL und hoffen dank der Anlage auf steigende Mitgliederzahlen. Sportsenator Michael Neumann und mehr als 250 Rad-Sportler aus ganz Deutschland waren dabei, als der Startschuss fiel und die Bahnen mit den vielen Hügeln für die ersten Fahrer freigegeben wurde. „Die Abfahrt gleich am Start ist ganz schön kniffelig“, meinten Max (9) und Janne (11) aus Bremen. Dennoch sei die Strecke mit den tollen Kurven, kritischen Hügeln und steilen Buckeln „die beste Bahn überhaupt“, schwärmten die jungen BMX-Fahrer.

Bahn auf alter Deponie

Gleich am Sonntag nach der Eröffnung startete der 5. Lauf des BMX-Nordcups, zu dem junge Sportler mit unterschiedlichsten Erfahrungen im Radsport gekommen waren. „Ich bin schon seit drei Jahren dabei“, sagt der achtjährige Oskar aus dem Stadtteil. „Kein ungefährlicher Sport“, findet seine Mutter, die an der Rennstrecke steht. „Aber mit Helm und Körperschutz kann eigentlich nicht wirklich etwas passieren.“
Auf ihre BMX- Anlage mussten die vielen Radsportler ziemlich lange warten. Entstanden war die neue Rennstrecke in Farmsen auf der alten Tennisanlage des mittlerweile insolventen Post Sportvereins, der auf einer ehemaligen Hausmülldeponie lag. Einer der entscheidenden Gründe dafür, warum es zu erheblichen Verzögerungen bei der Umsetzung der ehrgeizigen Pläne kam. Vor genau einem Jahr begannen dann zwei Spezialisten aus den USA mit den anstehenden Arbeiten. Unterstützt wurden sie dabei von freiwilligen Helfern, die mit über 5000 Stunden ehrenamtlicher Eigenarbeit die Anlage dann überhaupt erst möglich
machten. „In Farmsen ein absolutes Highlight für alle BMX-Fahrer“, betont BMX-Fachwartin Susanne Voß. Sportsenator Neumann gratulierte zu der „fantastischen Bahn“ und sieht bereits seine Tochter hier ihre Runden drehen. Dass der BMX-Radsport auf gar keinem Fall nur etwas für Jungen ist, beweist die 15-jährige Nora aus Kassel, die bei jedem Rennen dabei ist. Die neue BMX-Strecke soll nun auch Schulen und anderen Vereinen offenstehen und falls es zu Olympischen Spielen kommen sollte, „dann bauen wir hier Tribünen für Tausende von Zuschauern“, träumt Wolfgang Strohband, der Vorsitzende der Radsportgemeinschaft schon heute. (wb)
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