Hamburg: „Sanierung wird teurer“

Anzeige
Brakula-Chef Uwe Schmidt hat Hoffnung, dass der Senat die fehlenden 350.000 Euro Sanierungsgeld bald freigibt Foto: ms

Brakula-Chef Schmidt: 350.000 Euro fehlen. SPD-Fraktion verspricht „Nachschlag“

Hamburg. Die Sanierung des Brakula wird teurer als geplant und bereitet Geschäftsführer Uwe Schmidt und Architekt Tobias Behrens (Stattbau-Hamburg) seit einigen Wochen arge Kopfzerbrechen. „Es fehlen zirka 350.000 Euro. Die vom Senat bereitgestellten 1,3 Millionen Euro reichen nicht aus“, sagt Schmidt.
Schon allein eine neue Elektroanlage, das Abwassersiel und die energetische Sanierung des 130 Jahre alten Bauernhauses würden bis zu 900.000 Euro verschlingen. Dann sei noch eine „kleine Aufstockung für zwei Gruppenräume, Büros und WC‘s geplant“, sagt Architekt Behrens. Nach kurzen Bedenken habe das Denkmalschutzamt diesem Vorhaben jetzt zugestimmt. Außerdem fordere der Senat neuerdings bei allen öffentlichen Projekten eine Finanzierungssicherheit von zehn Prozent, rechnet Uwe Schmidt vor. Was bleibt, ist der Gang zur Politik. Andreas Dressel, Chef der SPD-Regierungsfraktion, weiß schon Bescheid, wie er gegenüber dem Wochenblatt bestätigt: „Der Brakula hat uns von den Kostensteigerungen unterrichtet. Die sind ärgerlich, aber wir lassen das Projekt nicht hängen.“ Zur Zeit werde geprüft, wann und in welcher Höhe der Senat einen Nachschlag aus dem Sanierungsfonds bewilligt. „Wir werden dabei auch einen Aufschlag für das kostenstabile Bauen - die sogenannte Kostenvarianz - einbeziehen, um vor weiteren Kostensteigerungen geschützt zu sein“, erklärt der SPD-Fraktionschef. Leider seien solche Kostensteigerungen kein Einzelfall - genau deshalb würden künftig alle neuen Projekte nach den Leitlinien des kostenstabilen Bauens gesteuert. „Der Brakula ist gewissermaßen noch ein ‚Altfall‘, da das Projekt vor den Leitlinien begonnen wurde.“ Im Frühjahr 2015 wollen Schmidt und Behrens mit der Sanierung loslegen, vorausgesetzt die Mittel sind da. „Uns wurde von der Politik geraten, zusätzlich ein Spendenkonto einzurichten“, sagt der Brakula-Chef. Wer für die Erneuerung des Kulturladens spenden möchte, kann das tun:
Konto DE93200505501294122500 bei der Haspa HASPDEHHXXX (ba)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige